Touristen werden weniger und sparsamer


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Statistik begründet Sorge um weitere Entwicklung

Die Kanarische Regierung hat über Regierungsprecherin Carolina Déniz einen Rückgang der Urlauberzahlen im ersten Halbjahr 2007 eingeräumt.

Aus der Statistik des spanischen Industrie-, Tourismus- und Handelsministeriums geht außerdem ein Rückgang der Einnahmen durch den Tourismus hervor.

Regierungssprecherin Déniz begründete das Urlauberminus mit den gestiegenen Zinssätzen. „Die Regierung bestätigt und niemand kann es leugnen, dass der Tourismus von der finanziellen Lage der Familien abhängig ist. Auch die Touristen sind von den erhöhten Zinssätzen betroffen“, sagte sie. Bezüglich der eingeleiteten Korrekturmaßnahmen stellte Déniz fest: „Wir arbeiten in die richtige Richtung, um uns zu verbessern und streben einen qualitativ anspruchsvolleren Tourismus an.“

Teneriffas Tourismusbeauftragter und Vizepräsident des Cabildos, José Manuel Bermúdez, rief die Branche zur Besonnenheit auf und warnte vor einer Panikmache. Es sei schwierig, immer nur steigende Zahlen zu verzeichen, erklärte er und räumte ein, dass auch das Cabildo mit dem vorläufigen Jahresergebnis nicht zufrieden sei, das weit unter dem Erfolg des Vorjahrs zurückbleibt.

Er gibt allerdings zu bedenken, dass 2006 das beste Tourismusjahr war, das seit 1994 verzeichnet wurde.

Laut Statistik hat der Archipel im ersten Halbjahr 2007 etwa 200.000 Urlauber weniger empfangen als im selben Zeitraum 2006 – ein Minus von 3,6%. Die durchschnittliche Auslastung der kanarischen Hotels ist in den letzten Jahren von 83,1% im Jahr 1999 auf 77,3% (2006) ebenfalls rückläufig gewesen.




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