Starke Rabatte und wenig Geld zum Ausgeben


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Sommerschlussverkauf läuft schleppend an

Das Lockmittel der großen Rabatte scheint in diesem Jahr nicht ganz so zu funktionieren, wie es sich der Handel erhofft hatte. Am ersten Tag der Rebajas blieben die Schlangen vor den Türen der Einkaufszentren aus und es gab keinen Ansturm auf die Geschäfte.

Wie Teneriffas Handelsverband Fedeco mitteilte, sorgte die Vorverlegung des SSV-Beginns vom 12. auf den 7. Juli für „große Unordnung“. Auf Drängen der Handelsverbände beider Provinzen hatte die kanarische Regierung in letzter Minute beschlossen, den Sommerschlussverkauf fünf Tage vorzuziehen. Die Nachricht kam allerdings für viele Händler zu spät und so hingen auch am 7. Juli noch in vielen Geschäften Schilder auf denen für große Rabatte geworben wurde und die „Rebajas“-Schilder fehlten in den Schaufenstern. „Viele wussten gar nicht, wann der Sommerschlussverkauf nun tatsächlich beginnt“, berichtet der Rechtsberater von Fedeco.

Dennoch herrschte in den Shoppingmeilen der großen Städte am ers­ten Schlussverkaufstag ein reges Treiben, wobei die größte Kundenzahl in den Geschäften der Franchise-Ketten registriert wurde. Ein Massenansturm wie in vergangenen Jahren blieb aber aus.

Die Kaufzurückhaltung der Konsumenten ist auf die unsichere Wirtschaftslage und die gesunkene Kaufkraft zurückzuführen. Obwohl in vielen Geschäften schon zu Beginn des SSV Preisnachlässe von 50% und mehr lockten, was in Vorjahren erst gegen Ende des Schlussverkaufs der Fall war, blieben die Verkäufe hinter den Erwartungen zurück. Die Konsumenten widerstehen den verlockenden Angeboten. „Die Leute zögern und wägen ab“, kommentiert Ana Cabrera, Chefin der Damenabteilung von El Corte Inglés auf Teneriffa. Das Motto scheint in diesem Jahr zu lauten: Kaufe nur das Nötigste.

Trotzdem sind die Handelsverbände zuversichtlich und rechnen mit einem guten Ergebnis des Sommerschlussverkaufs 2008, der am 6. September zu Ende geht. Bis dahin werden sicherlich noch viele Kunden der Versuchung der 50, 60 und 70% Rabatte erliegen.

Die Kanarischen Inseln gehören zu den spanischen Regionen, in denen die Konsumenten in dieser Sommerschlussverkaufsaison am wenigsten ausgeben werden. Dies prognostiziert der unabhängige Verbraucherverband FUCI anhand einer Umfrage. Demnach wird jeder Spanier im Schnitt 95 Euro ausgeben (15% weniger als in der Saison 2007), die Canarios nur 84 Euro. 




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