Speicherkraftwerke fördern Erneuerbare Energien


© Endesa

Endesa erprobt im Rahmen der EU-Initiative STORE verschiedene Technologien

Das Energieversorgungs-Unternehmen Endesa hat auf den Kanaren die ersten drei Stromspeicherkraftwerke Spaniens in Betrieb genommen. Diese können überschüssig produzierten Strom, beispielsweise aus Wind- oder Solaranlagen, aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben.

Gleichzeitig verbessern sie die Stabilität des Stromnetzes, was für isoliert betriebene kleinere Netze, wie sie auf den Inseln gegeben sind, besonders wichtig ist.

Die Pilotanlagen befinden sich auf den drei Inseln La Gomera, La Palma und Gran Canaria.

Im Werk in Alajeró auf La Gomera wird die Energie mittels Schwungrad gespeichert. Elektrische Energie wird hier in mechanische, in die Bewegung des Schwungrades, umgewandelt und so erhalten, bis sie gebraucht wird.

In Breña Alta auf La Palma wird eine andere Methode dem Praxistest unterzogen. Hier erfolgt die Speicherung mittels Ultra-Kondensatoren im elektrischen Feld. Im Vergleich zu Batterien haben Kondensatorspeicher eine höhere Lebensdauer und sind weitgehend wartungsfrei.

In La Aldea de San Nicolás auf Gran Canaria schließlich erfolgt eine elektrochemische Speicherung mittels Lithium-Ionen-Akkumulatoren.

Die beiden erstgenannten Speichertechnologien eignen sich vor allem für schnelle Reaktionen auf unvorhergesehene Schwankungen im Netz, während sich das Batteriekraftwerk vor allem für die längerfristige Speicherung anbietet und wie ein Stromgenerator wirken kann.

Das Projekt geht auf die europäische Initiative STORE zurück, die verschiedene Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen- bringt, um speziell eine Speicher-Infrastruktur für die Stabilisierung der Stromnetze und die Förderung der Erneuerbaren Energien zu entwickeln und zu erproben.




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