„Sparen und wohlüberlegt einkaufen“


© Carrefour

Konsumverhalten hat sich geändert

Die Wirtschaftskrise hat zur Folge, dass die Canarios ihr Konsumverhalten deutlich umgestellt haben. Nach dem Motto „Sparen und wohlüberlegt einkaufen“ geben sie ihr Geld heute anders aus als früher und kaufen auch andere Produkte ein.

Mehr als die Hälfte der Bürger gibt an, für Lebensmittel, Kleidung, Transport, Elektrizität, Gas, Wasser, Freizeit und Urlaub weniger auszugeben. Das geht aus einer Umfrage des Zentrums für Soziologische Studien (CIS) hervor. Immerhin 69% der Familien gaben an, bei Elektrizität, Gas und Wasser zu sparen, 66% beim Urlaub, 64% bei Kleidung und Schuhwerk, 24% bei gesundheitlichen Behandlungen.

Auch der Warenkorb setzt sich heute anders zusammen als vor der Krise. Luis Pérez, Direktor des Einkaufszentrums Carrefour-Meridiano, versicherte, der Verkauf günstiger Produkte habe erheblich zugenommen. Billigprodukte seien so gefragt wie nie. gemäß Daten des Landwirtschaftsministeriums machen die No-Name-Produkte mittlerweile 35% des Lebensmitteleinkaufs aus. Pérez erklärte, die Kunden seien sich heute ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten bewusst und würden rationaler einkaufen. Spontankäufe gehörten der Vergangenheit an. Meeresfrüchte, frischer Fisch und Kalbfleisch gehören zu den Luxusartikeln und bleiben in den Kühltheken liegen; Grundnahrungsmittel wie Milch, Eier, Reis oder Hülsenfrüchte nehmen den größten Platz im Einkaufskorb ein. Es wird kaum mehr in exzessiven Mengen, sondern vielmehr in Maßen eingekauft.

Nur beim Gofio stecken die Canarios nicht zurück. Nach Angaben des Herstellers La Molineta ist der Verkauf dieses einheimischen, nahrhaften und gesunden Erzeugnisses stabil geblieben.




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