„Rolls-Royce Marine“ lässt sich auf den Kanaren nieder


Der Konzern nutzt die Möglichkeiten der Niedrigsteuerzone

Beatriz Barrera, Präsidentin der Kanarischen Sonderzone ZEC, gab dieser Tage bekannt, dass sich Rolls-Royce Marine España S.A., die auf Schiffstechnik spezialisierte Filiale des britischen Konzerns in Spanien, auf den Kanarischen Inseln niederlassen und nach der Zusage der ZEC die Vorteile des Niedrigsteuergebietes in Anspruch nehmen werde.

Die ZEC

Bei der Kanarischen Sonderzone (ZEC) handelt es sich um ein mittlerweile auf die gesamte Fläche der Kanarischen Inseln ausgeweitetes Niedrigsteuergebiet, das innerhalb des Wirtschafts- und Steuersystems der Kanaren (REF) geschaffen wurde, um Investoren anzulocken, die Wirtschaft zu diversifizieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die ZEC fördert neue Unternehmen bzw. Filialen bereits bestehender Unternehmen, die sich auf den Kanarischen Inseln niederlassen, einer der festgelegten Tätigkeiten nachgehen, eine Mindestinvestition in Anlagevermögen tätigen und eine bestimmte Zahl von Arbeitsplätzen schaffen und erhalten. 

Die ZEC-Unternehmen werden von der Steuer auf Vermögensübertragungen und dokumentierte Rechtshandlungen und in bestimmten Fällen von der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC befreit. Sie profitieren von einem Körperschaftssteuersatz von nur 4%. Jeder neu geschaffene Arbeitsplatz wird belohnt.

Schiffstechnik

Laut Beatriz Barrera wird Rolls-Royce Marine España S.A. im Oktober die neue Niederlassung im Hafen von Las Palmas eröffnen und umgehend in den Genuss der Steuervorteile kommen. Hier werden in Zukunft die Reparaturen und Wartungsarbeiten an von Rolls-Royce gefertigten Teilen der Schiffstechnik durchgeführt. Der Zuständigkeitsbereich umfasst den Mittleren Atlantik. Erst Anfang des Jahres war der Tätigkeitsbereich potenzieller ZEC-Unternehmen unter anderem um Schiffsreparaturen erweitert worden.

Die ZEC-Präsidentin begrüßte die Leitung der Rolls-Royce-Filiale auf den Kanaren. Die Tatsache, dass sich Rolls-Royce Marine España S.A. hier niederlasse, würde beweisen, dass internationale Unternehmen das Niedrigsteuergebiet, dessen wirtschaftliche und juristische Sicherheit, die geografische Lage der Kanaren, deren Infrastrukturen und die qualifizierten Arbeitskräfte anerkennen würden. Wovon die Kanaren wiederum unter anderem durch die Schaffung von Arbeitsplätzen profitierten.




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