Regionalregierung glaubt nicht an einen Urlauberansturm


Kein zweiter Arabischer Frühling

Während ein Ende der politischen Krise in Ägypten nicht in Sicht ist und das deutsche Auswärtige Amt bereits von Reisen in das Nildelta, auf den Sinai und in das ägyptisch-libysche Grenzgebiet abgeraten hat, scheinen sich die Reiseveranstalter bereits nach Alternativen für ihre Kunden umzuschauen und besonders an den Kanarischen Inseln interessiert zu sein.

Ricardo Fernández de la Puente, Tourismusbeauftragter der Kanarenregierung, bestätigte entsprechende Anfragen, hielt sich aber bezüglich der tatsächlichen Auswirkungen der Ägypten-Krise auf den kanarischen Tourismus bedeckt. Fernández de la Puente erklärte in diesem Zusammenhang, aufgrund der fast konstanten Zahl ausländischer Urlauber und der stark gesunkenen Zahl inländischer Touristen könnten die Kanaren sehr wohl Urlauber aufnehmen, die eigentlich einen Ägypten-Urlaub geplant hätten. Ein massenhafter Anstieg der Zahlen sei jedoch nicht zu erwarten, weil, im Gegensatz zu den Zeiten des Arabischen Frühlings, die weiteren Nordafrika-Ziele nicht von unsicheren Verhältnissen betroffen seien.

Weniger Passagiere

Laut den neuesten Daten der spanischen Flughafenbetreibergesellschaft Aena gab es im ersten Halbjahr 2013 bedeutend weniger Kanarenflüge als ein Jahr zuvor; auch die Passagierzahlen gingen zurück.

Demnach wurden zwischen Jahresbeginn und Ende Juni auf allen kanarischen Flughäfen fast 143.700 Flüge verzeichnet, 19.900 bzw. 12% weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei den Passagieren reduzierte sich die Zahl um 844.700 bzw. 5% auf 15,52 Millionen Passagiere.

Die größten Einbrüche sowohl bei den Flügen als auch bei den Passagierzahlen musste La Palma hinnehmen (-30% bzw. -20%).




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