Pharmaindustrie zahlt 150 Millionen Euro zurück


Martín Sellés, Präsident des spanischen Pharmaverbandes. Foto: EFE

Die öffentlichen Ausgaben für Medikamente stiegen 2018 stärker als das spanische BIP

Madrid – Wie Martín Sellés, der Präsident des spanischen Pharmaverbandes Farmaindustria bekannt gab, wird die pharmazeutische Industrie dem spanischen Staat zwischen 140 und 150 Millionen Euro zurückerstatten, weil der Anstieg der öffentlichen Ausgaben für Medikamente stärker ausgefallen ist als das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts BIP Diese Rückzahlung basiert auf einem Vertrag, den die Regierung Rajoy im Jahr 2017 mit der pharmazeutischen Industrie abgeschlossen hat, um die finan- zielle Stabilität des spanischen Gesundheitssystems abzusichern. Das Abkommen wurde seitdem immer wieder verlängert,  und nun ist der Fall eingetreten.

Die Ausgleichssumme, welche sich die Pharmaunternehmen zu zahlen verpflichtet haben, bedeute, so Sellés, eine große Anstrengung für die Unternehmen der Branche. Der Anteil, den die einzelnen Firmen übernehmen müssen, berechne sich unter anderem nach dem Umsatz des betreffenden Pharmaunternehmens, seinem Wachstum und der Präsenz seiner Produkte in den Apotheken und Krankenhäusern. Die genaue Höhe der Summe wird demnächst bei einem Treffen von Vertretern des Finanz- und Gesundheitsministeriums mit den Verantwortlichen des Pharmaverbandes festgelegt werden.

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