Nur öffentliche Bauprojekte können noch Schlimmeres verhindern


Vergabeverfahren um 50% eingebrochen

Im neuen Staatshaushalt wurde der Posten für öffentliche Bauprojekte auf den Kanarischen Inseln um 360 Millionen Euro gekürzt.

Nach Angaben des nationalen Verbandes der größten Bauunternehmen Seopan sind die Fonds für öffentliche Bauvorhaben allein im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53% geschrumpft (gegliedert nach öffentlichen Auftraggebern: Staat: um 94%, Region: um 71%, Cabildos und Gemeinden, die den größten Anteil tragen: um 11%).

Angesichts der katastrophalen Lage im Bauwesen forderte der Bauunternehmerverband der Provinz Santa Cruz de Tenerife (Fepeco) eindringlich die Regional- und die Inselregierungen dazu auf, sich nicht nur hinter den staatlichen Kürzungen zu verstecken, sondern Verantwortung zu übernehmen und in den öffentlichen Bau zu investieren. Ansonsten würde ein Großteil der lokalen Firmen über kurz oder lang schließen müssen, mit der Folge, dass noch mehr Menschen ihre Arbeitsstelle verlieren und die Wirtschaftskrise sich weiter verschlimmert. Óscar Izquierdo, geschäftsführender Direktor von Fepeco, wies darauf hin, dass die kanarische Regierung und die Cabildos sehr wohl über eine gewisse Marge verfügten, sich aber nicht verantwortlich fühlten. Dabei sei das einzig wirksame „Rezept“ gegen die Krise die Investition in öffentliche Infrastrukturen. Dafür sollten die „nicht produktiven und überflüssigen“ Ausgaben gestrichen und die Mittel umgeleitet werden.




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