„Neue“ ZEC soll vermehrt ausländische Großinvestoren anlocken


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Das Niedrigsteuergebiet wurde an die aktuellen Anforderungen angepasst

Beatriz Barrera und Milagros Luis Brito, Präsidentin bzw. Vizepräsidentin der Kanarischen Sonderzone (ZEC), haben vor Kurzem die von der Europäischen Kommission autorisierten Neuerungen vorgestellt.

Die Kanarische Sonderzone (ZEC) ist ein Niedrigsteuergebiet, das innerhalb des Wirtschafts- und Steuersystems der Kanaren (REF) geschaffen wurde, um Investoren anzulocken, die Wirtschaft zu diversifizieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die ZEC fördert neu gegründete Unternehmen mit Firmensitz innerhalb des Geltungsbereiches, die eine Mindestinvestition in Anlagevermögen zu tätigen, eine bestimmte Zahl von  Arbeitsplätzen zu schaffen und zu erhalten haben und einer der festgelegten Aktivitäten nachgehen müssen. Die ZEC-Unternehmen werden von der Steuer auf Vermögensübertragungen und dokumentierte Rechtshandlungen und in bestimmten Fällen von der kanarischen Mehrwertsteuer IGIC befreit. Sie profitieren von einem Körperschaftssteuersatz von 4%, solange eine bestimmte Gewinnspanne nicht überschritten wird.

Nun wurde die Laufzeit der ZEC bis 2026 verlängert und ist somit laut der Präsidentin noch attraktiver für ausländische Unternehmer, die auf diese Weise ihre Investition amortisieren können. Auch der geografische Geltungsbereich wurde erweitert und umfasst nun die gesamte Fläche aller Kanarischen Inseln, womit der Unternehmer nun frei seinen Firmensitz wählen kann. Die Gewinnspanne wurde erweitert, sodass auch Großinvestoren in die ZEC aufgenommen werden und in den Genuss ihrer Vorteile kommen können. Weiterhin wird nun jeder neu geschaffene Arbeitsplatz belohnt. Zu den Neuheiten gehört auch die Aufnahme von Filialen bereits bestehender Unternehmen in die ZEC. Auch die Liste der möglichen Tätigkeiten wurde erweitert, u.a. in den Bereichen Erneuerbare Energien, Tourismus (Freizeitparks), Gesundheit (Gesundheitszentren, Wellnessbetriebe), Meerwasser-Entsalzung und Schiffsreparatur.




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