Nach Billig-Flügen nun auch Billig-Hotels?


© Ayuntamiento de Adeje

Emptybed.com will „low cost“-Angebote auf Hotels ausweiten

Ab 2006 will das Unternehmen Emptybeds das erfolgreiche Prinzip der Billig-Fluglinien auch auf den Hotelsektor ausweiten. Nach Angaben des Geschäftsführers, Dominiek Deknock, seien schon Verträge mit 80 kanarischen Hotels abgeschlossen, wie die kanarische Regionalzeitung Canarias 7 berichtet.

Die Preise für ein Zimmer werden demnach um bis zu 50% günstiger als bei traditionellen Reiseveranstaltern sein.

Belgischer Unternehmensgründer setzt auf  günstige Preise

Der belgische Unternehmensgründer erklärt die konkurrenzlosen Preise unter anderem damit, dass keine Vermittlerkosten anfallen würden, da der Kunde sein Zimmer online direkt beim Hotel bucht. Das Erfolgsrezept ist ähnlich simpel wie bei den Fluggesellschaften, die auf zusätzlichen Service verzichten, der von vielen Passagieren als unnötig empfunden wird.

Es werden keine neuen Hotels gebaut, sondern Abkommen mit bereits funktionierenden Hotels gesucht. Neben den 80 Hotels auf den Kanaren sollen es weltweit etwa 300 sein, die sich dem Emptybed-System angeschlossen haben. Es gehe vor allem darum, die Kapazitäten an den Mann und die Frau zu bringen, die üblicherweise frei bleiben, vor allem außerhalb der Hochsaison. Alle nicht unbedingt notwendigen Service-Leistungen sind aus dem Preis ausgenommen, so dass das Hotel unschlagbare Preise anbieten kann.

Kein täglicher Wechsel der Handtücher, nur ein optionales Frühstück oder Abendessen, eine einzige Reinigung des Zimmers während des ganzen Aufenthaltes, es sei denn man zahlt hierfür extra. Wer einmal gebucht hat, kann seine Reservierung nicht mehr zurücknehmen und jede Buchung muss im Voraus bezahlt werden. Der Aufenthalt darf sich maximal auf vier Nächte in der Woche beschränken, beziehungsweise drei Nächte am Wochenende (Freitag – Montag).

Frühbucher können bis zu zwei Jahre vorher buchen

Emptybed bietet die Zimmer zwischen zwei Jahre und sechs Monate vorher an. Sind zwei Wochen vorher noch Kapazitäten frei, werden diese nochmals angeboten. Damit will man eine direkte Konkurrenz mit den Reiseveranstaltern verhindern, mit denen die Hotels üblicherweise bereits langfristige Verträge abgeschlossen haben.

Das wichtigste Verkaufsinstrument wird das Internet sein, aber neben dem Hauptsitz auf Teneriffa hat das Unternehmen auch Büros in Madrid, Holland, Belgien, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Griechenland. Im Laufe des Jahres 2006 sollen zusätzliche Büros in Osteuropa und in den Vereinigten Staaten eröffnet werden.

Das Ziel des ehrgeizigen Unternehmers Dominiek Deknok ist es, im Jahr 2010 bis zu 700.000 Urlauber auf die Kanaren zu holen und drei Millionen Übernachtungen zu erreichen.




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