Minister Soria: Genehmigungen für Ölsuche werden nicht zurückgenommen


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Auf Drängen der Abgeordneten Ana Oramas (Coalición Canarias, CC) nahm Industrieminister José Manuel Soria (Partido Popular, PP) endlich Stellung zu den Forderungen der Kanarischen Inseln. Er erklärte im Parlament, weder würden die an Repsol bereits erteilten Genehmigungen zurückgezogen noch würde die Regierung eine Volksbefragung zum Thema Probebohrungen auf den Kanarischen Inseln zulassen.

Madrid – Regionalpräsident Paulino Rivero hatte erst Ende April Präsident Mariano Rajoy um einstweilige Aussetzung der Genehmigungen bis zur Konsensfindung zwischen Zentral- und Regionalregierung gebeten. Doch Soria machte nun jede Hoffnung zunichte und erklärte, aus rechtlichen Gründen sei dies nicht möglich. Dem Minister zufolge könne nur noch ein negatives Ergebnis des Umweltgutachtens die Sondierungen stoppen.

Ein Referendum auf den Kanarischen Inseln schloss der von Gran Canaria stammende Minister aus, weil es sich um eine Angelegenheit allgemeinen bzw. landesweiten Interesses handele. Schließlich sei Spanien in der Kraftstoffversorgung zu 99% vom Ausland abhängig, was die Wirtschaft jährlich 40 Milliarden Euro koste. Das vor den Kanaren vermutete Vorkommen soll Schätzungen zufolge bis zu 140.000 Barrel Rohöl täglich, sprich 10% des Verbrauches, liefern können. Daher sei es unverantwortlich, dieses noch nicht einmal zu erforschen.




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