Mehr Flüge für deutsche Touristen


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Internationale Tourismus-Börse in Berlin

Anfang März traf sich in Berlin wieder alles was in der Tourismusbranche Rang und Namen hat. Fünf Tage lang präsentierten sich 10.000 Unternehmen der Reisebranche aus 189 Ländern den Besuchern der Internationalen Tourismus-Börse ITB, knüpften Geschäftskontakte an und erspürten und setzten die neuesten Urlaubstrends. Für die Kanareninseln ist die ITB alljährlich ein wichtiger Termin, sind doch die Deutschen treue Spanienurlauber.

Berlin – Für 12,6% ist Spanien das bevorzugte Reiseziel, erst mit deutlichem Abstand gefolgt von Italien und der Türkei mit 7,6% und 7,4%. 

Allein für die Kanaren sind in Deutschland schon jetzt mehr als 300.000 Pauschalreisen für die Sommerferien verkauft worden. Auch Teneriffa bekommt in diesem Jahr wieder ein großes Stück von diesem Kuchen ab. Für die Osterwoche wird mit einer Auslastung der Hotels von 90% gerechnet. Von den Reiseveranstaltern, welche die Insel regelmäßig als Urlaubsziel im Angebot haben, erfuhr Cabildo-Präsident Carlos Alonso, dass die Auftragslage Aussichten auf eine Steigerung der Buchungen von 10% bis 12% eröffne. So darf man hoffen, dass zum Ende diesen Jahres die Vorjahreszahl von 560.000 deutschen Besuchern auf Teneriffa noch übertroffen werden wird.

Ein wichtiges Ergebnis der ITB ist, dass der von zahlreichen Lokalpolitikern erhoffte Ausbau der Flugverbindungen zwischen Deutsch­land und dem Archipel Realität wird. Und so konnte Kanarenpräsident Paulino Rivero vor Ort zufrieden verkünden, dass es in diesem Sommer eine Steigerung von gut 280.000 Plätzen geben wird.

Paulino Rivero nutzte seinen Auftritt auf der ITB, um Kritik an den Ölsondierungen vor Fuerteventura und Lanzarote zu äußern. Er bezeichnete es als einen Fehler, auf die Ölförderung zu setzen. Es handle sich dabei, wie seinerzeit bei der Immobilienblase, um ein nicht nachhaltiges Wirtschaftsmodell, welches die Attraktivität der Inseln gefährde und damit auch den Tourismus als Hauptpfeiler der kanarischen Wirtschaft aufs Spiel setze.




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