Mammut-Bauprojekt auf Fuerteventura gestoppt


Der Oberste kanarische Gerichtshof annullierte einen umstrittenen Bebauungsplan

Der Oberste kanarische Gerichtshof hat Mitte November einen Teilbebauungsplan annulliert, der im Jahr 2000 von Fuerteventuras PP-Chef und ehemaligem Bürgermeister von La Oliva, Domingo González Arroyo, genehmigt worden war. Der Plan sah den Bau von 4.000 Hotel- und Appartementbetten auf Fuerteventura vor, ein Projekt, das an einem der wenigen noch ursprünglichen Küstenstreifen im Norden der Insel, im Gemeindebezirk von La Oliva, entstehen sollte.

Obwohl der Plan die geltenden Bauleitpläne sprengte und ganz nebenbei auch noch gegen das Touristik-Moratorium verstieß, hielt auch die Nachfolge-Regierungsmannschaft unter der Coalición Canaria an dem umstrittenen Projekt mit dem Namen „Origo Mare“ fest, ja fügte ihm sogar noch „den größten Golfplatz Europas“ hinzu, wie im Werbeprospekt angepriesen.

Allen Anzeichen für Illegalität und Unregelmäßigkeiten in der Abwicklung zum Trotz wurde bereits ein Großteil des Projektes umgesetzt, 748 Villen sind inzwischen fertiggestellt.

Der unermüdliche Widerstand der lokalen Bürgerorganisation Aonane, unterstützt von den Umweltschutzorganisationen Ecologistas en Acción und SEO/Birdlife erreichte schließlich jedoch, dass der Fall bis vor den Obersten kanarischen Gerichtshof kam, der in einer Entscheidung mit Präzedenzcharakter den umstrittenen Teilbebauungsplan für nichtig erklärte.

Was jetzt jedoch mit dem bereits gebauten Teil der Urbanisation geschehen wird, ist damit noch lange  nicht geklärt.




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