Landwirtschaft in Gefahr


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Bauern befürchten Auswirkungen des neuen Freihandelsabkommens mit Marokko

Am 16. Februar wurde das neue Freihandelsabkommen mit Marokko vom EU-Parlament abgesegnet, demnach die Einfuhrzölle auf Marokkos landwirtschaftliche Erzeugnisse um mehr als die Hälfte gesenkt werden.

Brüssel – In Spanien allgemein und auf den Kanaren im Besonderen stieß die Entscheidung auf großen Protest.

Juan Ramón Hernández, Leiter des kanarischen Ressorts für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, bezeichnete das Abkommen als „unerhört“. Die kanarische Landwirtschaft werde aufgrund anderer Kontrollen kaum mit den Preisen Marokkos mithalten können.

Die Vereinigung der kanarischen Land- und Viehbauern (Asaga) erklärte, das Abkommen werde den kanarischen Tomatenanbau empfindlich treffen.

Nationale Verbände führten an, spanienweit seien 450.000 Arbeitsplätze gefährdet und kündigten an, vor dem Europäischen Gerichtshof Beschwerde einzulegen.




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