Kurze Rückkehr zu Peseten-Zeiten


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Unternehmerverband denkt sich ausgefallene Strategie zur Umsatzsteigerung aus

Ideen braucht der Mensch. Erst recht in Krisenzeiten. Eine zumindest sehr originelle und ausgefallene Idee zur Steigerung des Umsatzes hatte jetzt der Unternehmerverband des historischen Stadtkerns von Santa Cruz de La Palma.

Zwischen dem 22. Oktober und dem 8. November können Kunden in den an der Aktion teilnehmenden Geschäften mit ihren alten Peseten bezahlen.

Verbandspräsidentin Alicia Hernández argumentierte, die spanische Zentralbank habe mitgeteilt, dass immer noch 293 Milliarden der alten Währung unter den Leuten sind. Deshalb sei davon auszugehen, dass auch auf La Palma viele Bürger noch Peseten-Scheine in ihren vergessenen Sparstrümpfen haben. Ende Oktober haben sie nun Gelegenheit, diese Scheine loszuwerden. In den Geschäften dürfen sie mit Peseten-Scheinen bezahlen, das Wechselgeld bekommen sie in Euro. Voraussetzung ist allerdings, dass 80 % des gekauften Warenwerts mit dem eingereichten Schein abgedeckt sind, denn es soll unter allen Umständen vermieden werden, dass die Menschen dieses Angebot dazu nutzen, ihre aufgehobenen Peseten in Euro umzutauschen.

Auch der Unternehmerverband von Santa Cruz de La Palma hat die diesjährige Sommerschlussverkaufszeit mit schlechtem Ergebnis abgeschlossen. Obwohl es die bislang aggressivste Kampagne mit enormen Preisnachlässen war, seien die Verkaufzahlen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, berichtet die Verbandspräsidentin. Nun sind alle gespannt, ob die Konsumfreude der Bürger mit dem Angebot, in Peseten zahlen zu können, wieder steigt. Alicia Hernández ist zuversicherlich und meint, dass vielleicht sogar Kunden von anderen Inseln nach Santa Cruz kommen werden, um dort ihre Peseten auf den Kopf zu hauen.




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