Kontrolleure verschärfen Kampf gegen die Schwarzarbeit


Zum ersten Mal werden auch Privatleuten unangenehme „Besuche“ abgestattet

Die Kontrolleure des Ministeriums für Arbeit und Sozialversicherung haben ihren Kampf gegen die Schwarzarbeit ausgeweitet und klingeln in diesem Jahr zum ersten Mal auch bei kanarischen Privatleuten direkt an der Tür.

Francisco Guindín, Gebietsleiter der Inspektion für Arbeit und Sozialversicherung, erklärte den neuen Aktionismus folgendermaßen: „Neue Formen illegaler Beschäftigung bedürfen auch neuer Mittel und Wege, diese zu bekämpfen.“ Trotz (oder gerade wegen) des Rückgangs der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sollen die Kontrollen verschärft und ausgeweitet werden, um das aus der Schattenwirtschaft stammende Schwarzgeld ans Tageslicht zu bringen.

Und so haben die Kontrolleure Anfang dieses Jahres damit begonnen, auch bei Privatleuten unangemeldet anzuklopfen. Mit dem nötigen Gerichtsbeschluss in der Hand und in Begleitung von Polizeibeamten, die ebenfalls einen entsprechenden richterlichen Beschluss vorweisen müssen, stehen sie auf eimal vor der Tür und verlangen, eingelassen zu werden. Bisher gab es rund 20 solcher „Besuche“. Laut Guindín läge die Erfolgsquote bei 100 Prozent. In privaten Domizilen habe man illegale Frisörsalons, Telefonzentralen und sogar Kindergärten aufgedeckt, so der Oberinspekteur.




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