Kanaren bieten ideale Möglichkeiten für Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien


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Die Kanarische Sonderzone (ZEC) verfügt über ideale natürliche Bedingungen

Auf den Kanarischen Inseln herrschen ausgezeichnete Bedingungen für die Ansiedlung einer auf der Erzeugung und dem Vertrieb von erneuerbaren Energien basierenden Industrie. Die Inseln gelten als große Lagerstätte der „grünen Wirtschaft“.

Eine Region, die als Beispiel für die sektoriale Konsolidierung von Unternehmen, die sich mit der Erzeugung von sauberen Energien (Wind-, Sonnen- und Gezeitenenergie) beschäftigen, dient. Die herrschenden natürlichen Bedingungen und die Tatsache, dass diese Geschäftstätigkeit einer der Schlüsselbereiche innerhalb der ZEC ist, machen dieses Unternehmensprofil zu einer Branche mit Zukunftsaussichten auf den Kanaren.

Seit einigen Jahren zwingt die Umweltzerstörung, an der der Planet leidet, zu Aktionen, die darauf ausgerichtet sind, die Tendenz zur Ausschöpfung der natürlichen Ressourcen umzukehren und bei der Produktion von Energieressourcen die Entwicklung von Techniken zur Erzeugung oder Gewinnung von alternativen Energien zu fördern. In diesem Zusammenhang gibt es eine von den Regierungen geförderte globale Tendenz, die all jenen besonderen, der Erzeugung von erneuerbaren Energien dienenden Aktivitäten, als Mechanismus zur Erhaltung der Umwelt Vorrang gibt. Die Kanarischen Inseln entwickeln sich derzeit aufgrund ihrer besonderen geografischen Lage und anderer Faktoren zu einem der idealen Orte für die Niederlassung von Unternehmen, die auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien tätig sind. In den letzten Jahren haben die Kanarischen Inseln beachtliche Fortschritte bei der Entwicklung von Projekten zur Erzeugung von Wind- und Sonnenenergie gemacht. Der Aufschwung der Branche hat durch die Gründung von Unternehmen, die Umweltkriterien mit einer technologischen Grundlage kombinieren und sich dazu entschlossen haben, sich in der ZEC niederzulassen, neue Möglichkeiten eröffnet.

In Bezug auf die Entwicklung dieses Sektors befinden sich die Kanaren in einem entscheidenden Moment. Sie müssen auf die Reorientierung ihres Wirtschaftssystems setzen und die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaft basierend auf ökologischen Kriterien, die mit den Umweltpolitiken im Einklang stehen, fördern. Die Kanarische Sonderzone (ZEC) hat begonnen, sich zu einer Anlaufstelle für diese Art von Aktivitäten zu entwickeln. Unter dem Leitsatz der Diversifizierung der kanarischen Produktionsstrukturen hat die ZEC sich zu einem Referenzpunkt für Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien entwickelt, die das von der Europäischen Kommission im Jahr 2000 genehmigte Niedrigsteuergebiet als eine hervorragende Möglichkeit sehen, um sich einen Platz auf den Kanarischen Inseln zu schaffen und ihren Aktionsradius zu anderen Gebieten hin zu erweitern.

Nach der Gültigkeitserneuerung der ZEC Ende 2006, bei der sich die EU für ein Fortbestehen des Niedrigsteuergebietes bis zum Jahr 2019 aussprach, wurde die Erzeugung von erneuerbaren Energien in die Liste der in der ZEC zulässigen Aktivitäten aufgenommen, und dieser Umstand gab dem Sektor den endgültigen Anstoß. Der zusätzliche Wert der ZEC für diese Unternehmen im Besonderen und für alle in der ZEC tätigen Unternehmen im Allgemeinen liegt in der viel geringeren Steuerbelastung. Die Körperschaftssteuer reduziert sich auf einen festen Satz von 4 Prozent und sieht zudem weitere Ermäßigungen bei der Steuer auf Vermögensübertragungen und dokumentierte Rechtshandlungen, der kanarischen Mehrwertsteuer (IGIC) und der Einkommensteuer für Nichtansässige vor. Derzeit sind in der ZEC mehr als dreißig Unternehmen aus der Branche vertreten. Ihre Gesamtinvestition beläuft sich auf fast 136 Millionen Euro und sie schaffen mehr als zweihundert Arbeitsplätze. Zahlen, die zeigen, wie sehr der Sektor innerhalb des Niedrigsteuergebietes an Bedeutung gewonnen hat.

Hervorzuheben ist, dass auch der Bereich Sonnenenergie voller Elan ins Rampenlicht der ZEC getreten ist, was nicht von ungefähr ist. Die Kanarischen Inseln sind mit durchschnittlich 3.000 Sonnenstunden jährlich und nach Süden orientierten Gebieten, die frei von Erhebungen sind, die Region in der EU mit der größten Fähigkeit zur Amortisierung von Solaranlagen. Was die Windenergie anbelangt, so sind die Inseln zusammen mit der Region um die Meerenge von Gibraltar und Patagonien ein idealer Standort für die Errichtung von Windturbinen. Die das ganze Jahr über anhaltenden konstanten Winde sind entscheidend für diese Art von Technologie. Nach Angaben der kanarischen Regierung verfügt der Archipel über insgesamt 139.475 Kilowattstunden auf dem Inselgebiet, die sich hauptsächlich auf die Inseln Teneriffa (36.680 kW) und ganz besonders Gran Canaria (76.475 kW) aufteilen. Derzeit sehen die Pläne der Regionalregierung eine erhebliche Steigerung der Windkapazität des Systems vor.

In den letzten Monaten wurden die Richtlinien der spanischen Staatsregierung und der kanarischen Regierung aufeinander abgestimmt, und es wurden Initiativen für den Umweltschutz eingeführt. In diesem Zusammenhang verabschiedete die spanische Regierung im vergangenen Juli den Bericht über Strategien zum Klimawandel und saubere Energien. Zeithorizont 2007-2012-2020. Dieses Dokument, das die Verpflichtung des Staates gegenüber dem Kyoto-Protokoll verstärkt, beinhaltet Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die Folgen des Klimawandels zu mildern und die negativen Auswirkungen zu lindern. So verpflichtete sich die Regierung im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Umweltbehörde dazu, die Windenergie und die Reduzierung der Treibhausgase voranzutreiben.

Für die Umsetzung dieser Maßnahmen stellt die Zentralregierung die stolze Summe von 2,5 Milliarden Euro für den Zeitraum 2008-2012 zur Verfügung. Außerdem gab sie grünes Licht für den Aktionsplan 2008-2012 über die Strategie zur Energieeinsparung und Energieeffizienz. Während der Laufzeit des Aktionsplans wird mit einer Einsparung von 87,9 Millionen Tonnen Erdöl­äquivalenten gerechnet, und er ermöglicht die Verringerung von CO2-Emissionen in die Atmosphäre um 238 Millionen Tonnen.

Sowohl für die Kanarischen Inseln wie auch für die restlichen Gebiete besteht die Strategie darin, Maßnahmen zu ergreifen, bei denen der Schutz und Erhalt der Umwelt und der natürlichen Lebensräume im Vordergrund stehen. Neuste Berichte und Studien wie die der UN über die Auswirkungen des Klimawandels und der Erderwärmung zeichnen kein sehr schmeichelhaftes Bild und fordern ein verantwortungsvolles Handeln von Politik und Gesellschaft.

In diesem Zusammenhang drängt sich die Notwendigkeit auf, dass die Regierungen Mechanismen zur Erlangung des Gleichgewichts zwischen wirtschaftlichem Wachstum und Energieeffizienz, die die Umweltqualität sichern, fördern müssen. Es handelt sich hier also um einen komplexen Prozess, der eine bewusste Umgestaltung des bisherigen Entwicklungsmodells, dessen Auswirkungen die erlaubten Grenzen überschritten haben, verlangt. Wie die EU-Kommission festgestellt hat, liegt die Verantwortung bezüglich der Förderung und Entwicklung von neuen Politiken in diesem Bereich bei den Regionen. Die Kanarischen Inseln verfügen über die wichtigsten Faktoren, um diesen Wirtschaftszweig – die Erzeugung von erneuerbaren Energien – zu einem der Schlüsselbereiche ihrer Wirtschaft im Kontext der EU zu machen.




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