Immigration – Kaum Interesse an staatlichem Rückwanderungsplan


Nur 44 von 5.000 potentiellen Begünstigten machten von der bezahlten „freiwilligen Rückkehr“ in ihre Heimat Gebrauch

Auch auf den Kanarischen Inseln ist das Interesse an dem staatlichen Rückwanderungsplan, mit dem die spanische Regierung die freiwillige Rückkehr der Immigranten in ihre Heimat fördern will, bislang nur gering.

Wie Ende Dezember von den Inselbehörden mitgeteilt wurde, haben sich bis dato nur 44 von 5.000 potentiellen Begünstigten dem Plan angeschlossen. Spanienweit sind es 767 Menschen – die Mehrheit davon stammt aus Ecuador – was weit unter den Erwartungen der Behörden liegt.

Urheber des Plans ist Spaniens Minister für Arbeit und Immigration, Celestino Corbacho. Legal in Spanien lebenden Einwanderern, die aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise arbeitslos geworden sind, wird angeboten, dass sie, sollten sie sich dafür entscheiden, freiwillig in ihre Heimat zurückzukehren, die gesamten ihnen zustehenden Renten- und Sozialversicherungsbeiträge erhalten. Und zwar in zwei Zahlungen, 40% bevor sie das Land verlassen haben und 60% bei der Ankunft in ihrem Herkunftsland. Im Gegensatz dazu müssen sie auf ihre Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung in Spanien verzichten und sich verpflichten, nicht vor Ablauf von drei Jahren in das Land zurückzukehren.




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