Im Sommer sollen die ersten Wasserflugzeuge starten


© Harbour Air

Kanadische Airline gründet Tochtergesellschaft auf den Inseln und will Teneriffa und Gran Canaria in nur 30 Minuten verbinden

Die Pläne der kanadischen Airline Harbour Air Seaplanes, deren Flotte ausschließlich aus Wasserflugzeugen besteht, dieses Transportmittel auf den Kanarischen Inseln einzuführen, müssen noch etwas warten.

Teneriffa/Gran Canaria – Wie Ge­­­rar­do Morales, Sprecher des Unternehmens auf den Kanaren, mitteilte, nimmt das bürokratische Verfahren für die Genehmigung längere Zeit in Anspruch als erwartet. Dies hänge wohl damit zusammen, dass Wasserflugzeuge in Spanien zum Passagiertransport bislang nicht eingesetzt wurden und daher die Besonderheiten einer Neueinführung berücksichtigt werden müssen, vermutet er. Allerdings sei bereits klar, dass es keine rechtlichen Hindernisse für die Einführung gibt, was vom spanischen Amt für Zivilluftfahrt bereits bestätigt worden sei.

Das neue Transportmittel im interinsularen Flugverkehr sollte bereits Anfang 2010 eingesetzt werden. Nun wird von Unternehmensseite damit gerechnet, den Betrieb im Sommer aufnehmen zu können.

Für die kanarische Tochtergesellschaft von Harbour Air Seaplanes konnte bereits eine Reihe einheimischer Investoren – nach Auskunft von Gerardo Morales aus der Bau- und Tourismusbranche – gewonnen werden, die sicherstellen, dass mindestens 51 % des Kapitals kanarisch sind und die Airline somit als europäische Gesellschaft eingetragen werden kann.

Vorgesehen ist zunächst eine einzige Route zwischen Gran Canaria und Teneriffa. Als Start- und Landeplätze wurden die Hafengebiete der Hauptstädte – Muelle Santa Catalina in Las Palmas und Muelle Norte in Santa Cruz de Tenerife – ausgesucht. Die Flugdauer wird knappe 30 Minuten betragen und die Wasserflugzeuge sollen alle 40 Minuten starten, wodurch sie das ideale Transportmittel für Pendler wären. Der Preis für eine Strecke soll etwa 40 Euro betragen.

Vorausgesetzt, das Unternehmen läuft erfolgreich an, zieht Harbour Air Seaplanes in Erwägung, den Service auch auf andere Inseln auszuweiten.




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