Hoteliers verlangen Einführung eines zweisprachigen Schulsystems


Mangelnde Englischkenntnisse seien ein großes Manko bei der Betreuung der Urlaubsgäste auf den Inseln

Vertreter des kanarischen Hotelgewerbes haben die Regionalregierung eindringlich aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Schulbildung auf den Inseln künftig zweisprachig erfolgt, und zwar Spanisch und Englisch. Fehlende oder mangelhafte Englischkenntnisse seien nämlich ein Hauptgrund für die Probleme bei der Urlauberbetreuung und stünden der touristischen Entwicklung im Wege, meinen die Experten.

Fernando Fraile, Vorstandsvorsitzender der Hotellerie- und Tourismus-Föderation, notierte: „Unsere Gesellschaft sollte zweisprachig sein, so wie es in Holland oder Schweden der Fall ist.“

Sein Kollege vom Hotelierverband von Fuerteventura stimmt zu: „Uns ist es wichtig, dass die Kanaren zweisprachig werden, sowohl in den Grundschulen als auch in den höheren Stufen. In Madrid funktioniert das Schulsystem schon so und in Katalonien wachsen die Kinder gar dreisprachig auf. Folglich verstehen wir nicht, warum in einer Region mit einer tourismusorientierten Wirtschaft der Unterricht noch nicht zweisprachig stattfindet“, sagt Antonio Vicente Hormiga.




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