Freixenet: Lösung des Aktionärsstreits verschoben


Foto: Freixenet

Familie Ferrer Noguer will 51% des Unternehmens erwerben

Madrid – Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den drei Aktionärsfamilien der Sektmarke Freixenet, Ferrer Noguer (42%), Hevia Ferrer und Bonet Ferrer (je 29%), die im Januar 2016 durch Kritik an der Geschäftsführung und eine Kauf-Offerte in der Größenordnung von 255 Millionen Euro der Firmengruppe Henkell/Oetker entstanden, sind noch immer ungelöst.

Eine Aktionärsversammlung, auf der hätte entschieden werden sollen, ob Anteile an einen Partner von außerhalb der Familie abgegeben werden sollen, wurde verschoben. Während der Zweig Hevia Ferrer die Idee, Teile der Aktien zu verkaufen, eingebracht hat und auch ein Teil der Bonet Ferrers dieser Möglichkeit zugeneigt ist, sind die Ferrer Noguers von Anfang an dagegen gewesen, das Familienunternehmen aus der Hand zu geben. Seit Kurzem liegt von dieser Seite nun ein neuer Vorschlag auf dem Tisch. Der Patriarch der Familie und Ehrenpräsident der Unternehmensgruppe, José Ferrer, hat vorgeschlagen, Aktien zu kaufen, um den Anteil der Familie Ferrer Noguer von 42 auf 51% zu erhöhen und so die Kontrolle über Freixenet in der Familie zu halten. Die Operation soll auf einem angenommenen Gesamtwert von 233 Millionen Euro basieren und im Juni nächsten Jahres abgeschlossen werden.

Die Verkaufszahlen von Freixenet sind im vergangenen Jahr um 3,8% auf 508 Millionen Euro zurückgegangen. Der Gewinn ist auf zwei Millionen Euro gefallen, 93% weniger als noch vor zehn Jahren.




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