Exporte brachen im Juni um 6,6% ein


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Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein leichter Anstieg von 0,9% verzeichnet

Madrid – Im Juni betrug das spanische Exportgeschäft 24,939 Milliarden Euro und ging somit im Vergleich zu Mai um 6,6% zurück. Gegenüber Juni 2018 bedeutet dieses Ergebnis zwar immer noch einen Anstieg von 0,9%, jedoch ist es das geringste seit Beginn der Datenerfassung seitens des Ministeriums für Industrie, Handel und Tourismus im Jahr 2010.

Somit betrug das Wachstum des Exportgeschäftes im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai im Juni 2018 3,1%, im Juni 2017 6,1%, im Juni 2016 2%. Im Juni 2010 war der höchste Anstieg von 17,7% verzeichnet worden.

Der größte Rückgang der Exporte im Juni wurde bei den Rohstoffen (-9,7%) verzeichnet, gefolgt von langlebigen Gütern bzw. Gebrauchsgütern (-5,9%). Von besonderer Bedeutung war hingegen der Rückgang bei den Automobilexporten von 4,6%, denn die Branche hat einen Anteil am BIP von knapp 10%.

Der Verband der Exporteure und Investoren versicherte, die zunehmende weltweite Unsicherheit und das zurückgehende Wachstum auf dem Weltmarkt seien nicht ausreichend, um den Rückgang bei den spanischen Exporten zu erklären. Die Unternehmer führten dies vielmehr auf die Unfähigkeit der Politiker zur Schaffung einer soliden und stabilen Regierung zurück, die imstande sei, die erforderlichen Reformen zur Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Unternehmen zu beschließen.

Das Staatssekretariat für Handel hielt entgegen, dass von Januar bis Juni die Exporte nicht nur nicht zurückgegangen, sondern sogar um 1,7% angestiegen seien. Allerdings würde diese positive Entwicklung unter dem europäischen Durchschnitt von 2,6% bei der Zunahme der Exporte liegen.

Im ersten Halbjahr ist insbesondere die Ausfuhr von Investitionsgütern (+6,7%), Lebensmitteln, Getränken und Tabak (+3,5%) und chemischen Produkten (+3,2%) angewachsen. Die Exporte der Automobilindustrie sind auch im Halbjahresvergleich um 5,7% eingebrochen.

Von Januar bis Juni beliefen sich die Importe auf 162,120 Milliarden Euro, 1,6% mehr als im Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekord. Es wurden insbesondere mehr Investitionsgüter (+4,5%) und chemische Produkte (+6,7%) eingeführt. Im Vergleich wurde mehr importiert als exportiert. Die Exporte entsprachen zu 91% den Importen.

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