Europa Press eröffnet Büros auf den Kanaren


Regierungschef Rivero forderte die regionale Presse zu mehr Einheit auf

Die private spanische Presseagentur Europa Press hat am 3. und 4. April jeweils eine Zweigstelle in Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria eröffnet.

Mit einer großen Party, zu der auch Regionalregierungschef Paulino Rivero eingeladen war, feierte die Agentur ihren Markt­eintritt auf dem Archipel. Der geschäftsführende Vorsitzende, Asís Martín de Cabiedes, erklärte bei der Eröffnung der Agentur in Santa Cruz, dass Europa Press nunmehr in allen autonomen Regionen Spaniens vertreten ist. Die 1957 gegründete Nachrichtenagentur stehe heute an der Spitze der privaten Nachrichtenagenturen in Spanien und beschäftige über 500 Journalisten, die täglich etwa 2.500 Nachrichten verfassen, betonte er.

Die Agentur ist auf den Kanaren zunächst durch einen regionalen Leiter und jeweils einen Geschäftsleiter sowie vier Korrespondenten in jeder Provinz vertreten. In Kürze sollen weitere Mitarbeiter eingestellt werden.

Der kanarische Regierungspräsident Rivero äußerte bei der Eröffnung der Agentur in Santa Cruz den Wunsch, dass die Berichterstattung über die Kanarischen Inseln in den Medien in Zukunft vielseitiger wird und sich nicht fast ausschließlich auf das afrikanische Flüchtlingsdrama konzentriert. Er bedauerte, dass nicht mehr über die Fortschrittlichkeit der Inseln in Sachen Wasseraufbereitung oder Einsatz erneuerbarer Energien berichtet wird. Schließlich rief Rivero die Presse auf den Kanaren dazu auf, für die Einheit und den Zusammenhalt des Archipels zu arbeiten und die Region nicht durch die tendenziöse Berichterstattung für die eine oder andere Insel zu entzweien – immer unter Berücksichtigung der Pressefreiheit und der jeweiligen journalistischen Linie. Damit spricht Rivero den jahrelang herrschenden Kleinkrieg zwischen den beiden Fronten Teneriffa und Gran Canaria an, der durch bestimmte Inselmedien aufrecht­erhalten wird.




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