Erhöhung der Tabaksteuer vor dem Sommer


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Bevölkerung soll vom Rauchen abgebracht werden

Die Zeiten, in denen das Rauchen auf den Kanaren ein „billiges Vergnügen“ war, werden bald vorüber sein.

Natürlich werden Zigaretten verglichen mit deutschen Verhältnissen auf den Inseln weiterhin günstiger sein; die kanarische Regierung sieht aber in den nächsten Monaten eine Erhöhung der Tabaksteuer vor. Dies bestätigte der regionale Wirtschaftsminister José Manuel Soria bereits im Herbst letzten Jahres und hakte vor wenigen Tagen nach. Ein entsprechender Vorschlag, so Soria, soll demnächst dem Regierungsrat vorgelegt werden, um die Maßnahme noch im ers­ten Halbjahr 2010 umzusetzen.

Mit den Einnahmen durch die Erhöhung der Tabaksteuer will die Regionalregierung neue Arbeitsplätze schaffen. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hatte auch Regierungspräsident Paulino Rivero im Herbst letzten Jahres als Hauptgrund für den Beschluss der Steuererhöhung genannt. Nun räumte José Manuel Soria aber ein, dass mit der Verteuerung der Tabakprodukte vor allem das Ziel verfolgt wird, die Bevölkerung vom Rauchen abzubringen. Immerhin, so Soria, seien Zigaretten nirgendwo sonst in Spanien so billig wie auf den Kanaren, und Studien belegen außerdem, dass die Kanarischen Inseln die spanische Region sind, in der Jugendliche am frühesten zur Zigarette greifen. „Wir müssen etwas unternehmen, um diese Tendenz zu bremsen.“




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