Erfolg ohne Regierung


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Ausländische Investitionen schossen um 54% in die Höhe

Madrid – Die direkten internationalen Investitionen in Spanien erreichten bis zum August dieses Jahres 26,72 Milliarden Euro, 54% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum und sogar 4 Milliarden mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Das sind gewaltige Zahlen, die sich da in einem Jahr stetiger Verzögerung der Regierungsbildung ergeben haben. In einem Jahr, in dem das Fehlen von Führung zu Zweifeln an bzw. zur Verschiebung von  Investitionsentscheidungen hätte führen können, wie Institutionen, Analysten und auch die geschäftsführende Regierung zu wiederholen nicht müde wurden. Doch die Realität ist, zumindest hinsichtlich der Auslandsinvestitionen, dass der Geldfluss nicht nur nicht gebremst wurde, sondern sogar kräftig angezogen hat.

Dies geht aus einem Überblick der Zahlungsbilanz des Monats August hervor, den die Spanische Nationalbank veröffentlicht hat. Allein in diesem Monat betrug der Umfang der ausländischen Investitionen 4,545 Milliarden Euro, weit mehr als doppelt so viel wie im August 2015 mit 1,998 Milliarden.

Auch andere Parameter haben sich gut entwickelt. Die ebenfalls von der Spanischen Nationalbank ausgewiesene Bilanz der Zahlungen vom und ins Ausland weist einen Überschuss von 12,6 Milliarden aus, doppelt so viel wie im Vorjahr.

Zu diesen positiven Entwicklungen, die sich nach über 300 Tagen ohne Regierung gezeigt haben, kommen noch gute Zahlen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Arbeitslosigkeit hinzu. Bezüglich des BIP sieht die Unabhängige Behörde für Steuerverbindlichkeit AIReF für dieses Jahr ein Wachstum von 3,3% voraus. Die Arbeitslosigkeit ist dagegen zum ersten Mal seit sechs Jahren unter 20% gefallen, wie die Umfrage über die aktive Bevölkerung (EPA) des Spanischen Statistischen Instituts INE ergeben hat, die Ende September veröffentlicht wurde. Die Zahl der Beschäftigten beträgt nach dieser Umfrage 18,5 Millionen, die Zahl der Arbeitslosen trotz des Rückgangs noch besorgniserregende 4,32 Millionen.

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