Einkommensteuer-Kampagne 2017


Das Finanzamt hat Neuigkeiten für die Veranlagung angekündigt

Der Countdown für die Einkommensteuer-Erklärung 2017 hat begonnen. Wie in den vergangenen Jahren sind Personen, deren Einkommen unter 22.000 Euro gelegen hat, nicht zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

Es handelt sich um die längste Kampagne der letzten Jahre. Denn bereits am 15. März konnten die Steuerdaten bei der Finanzbehörde abgerufen werden. Ab diesem Datum standen sie auf der Website des Finanzamtes und für die neu eingeführte App zur Verfügung. Auch die erforderlichen Referenznummern wurden bereits vergeben. Doch erst seit dem

4. April konnten die Erklärun­gen auch abgeschickt werden. Die Kampagne endet am 2. Juli. Stichtag für Steuerpflichtige, die nachzahlen müssen, und das per Bankeinzug erledigen wollen, ist bereits der 29. Juni. An diesem Tag endet auch die Frist für eine Terminreservierung bei der Finanzbehörde, deren Mitarbeiter bei der Anfertigung der Steuererklärung behilflich sind.

In diesem Jahr hat die Steuerbehörde eine Applikation für Handys im Angebot. Sie steht bereits seit dem 15. März zur Verfügung und ist für Apple und Android zugänglich. Darüber kann der Steuerpflichtige auch seine Daten erfahren, über die das Finanzamt verfügt. Wer eine einfache Steuererklärung hat, beispielsweise lediglich einen Lohn oder ein Gehalt versteuert, kann auf diesem Wege seine Steuererklärung per Handy erledigen. Die Finanzbehörde schätzt, dass etwa 4,85 Millionen Steuerpflichtige von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Gleichzeitig gilt die Aktion als Test für die kommenden Steuerjahre. Wer die App nutzen will, muss sich zunächst beim System CI@ve PIN registrieren. Die Handy-App kann mit der NIE- oder NIF-Nummer aktiviert werden. Sie wird erkannt und die Registrierungs-Website angezeigt.

Der sogenannte „Borrador“ mit den Steuerdaten wird in diesem Jahr nicht mehr per Post zugeschickt. Über die 625.710 Exemplare, die im vergangenen Jahr an die Steuerpflichtigen versandt wurden, sind lediglich 727 Erklärungen eingegangen. Daher wurde dieser „Dienst“ gestrichen. Stattdessen wurde die Aktion „Le Llamamos“ – wir rufen Sie an, eingeführt. Mitarbeiter der Behörde nehmen zu dem Zeitpunkt Kontakt auf, den der Steuerbürger zuvor bestellt hat. Dieser Dienst existiert seit dem 3. April und steht von 9.00  bis 20.30 Uhr zur Verfügung und zwar für Steuerpflichtige mit Arbeitseinkommen unter 65.000 Euro, Einkünften aus Kapitalvermögen unter 15.000 Euro, aus Immobilienbesitz, Verträgen und verschiedenen anderen Gewinnen oder Verlusten aus Vermögenswerten etc. Kontakte können per Internet über die Website der Finanzbehörde Agenciatributaria.es oder Telefon 901 22 33 44 (spanisch) vereinbart werden.

In der diesjährigen Kampagne werden keine Referenznummern per SMS mitgeteilt, heißt es in der Mitteilung der Behörde.

Am ersten Tag der Kampagne gingen bereits 276.000 Erklärungen ein, 4% mehr als im Vorjahr, und die neue App wurde 690.000-mal heruntergeladen.

Steuerzahler auf den Kanarischen Inseln können die entsprechenden Abzüge und Steuererleichterungen geltend ma- chen, welche die Regionalregierung von dem auf sie entfallenden Teil der Einkommensteuer gewährt. María Jesus Varona, die Direktorin der kanarischen Finanzverwaltung, hat darauf hingewiesen, dass diese speziell die Steuerzahler des Archipels betreffen und beim sogenannten „Borrador“ nicht berücksichtigt sind. Wer in den kommenden Tagen seine Steuer- erklärung abgibt, sollte diesen nicht ungeprüft absenden, sondern sich über die bekannten Kanäle erkundigen, ob ihm Steuervergünstigungen zustehen.

Auch der Verband der Techniker der Steuerbehörde hat inzwischen die Steuerpflichtigen bei der Benutzung der App für die Abgabe der Steuererklärung 2017 zur Vorsicht gemahnt. Auf diese Art und Weise gebe es keinerlei Möglichkeit, steuerliche Abzüge geltend zu machen.





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