Einkaufen bleibt teuer


© Moisés Pérez

Der statistische Warenkorb hat sich zwar vergünstigt, das Preisniveau auf den Inseln zählt aber weiterhin zu den höchsten des Landes

Darauf, dass Anfang 2010 auf den Kanaren die ersten zwölf Lidl-Märkte eröffnet werden, freuen sich schon viele Verbraucher, denn die ohnehin krisengeplagten kanarischen Haushalte haben immer größere Schwierigkeiten, mit den hohen Lebensmittelkosten zurechtzukommen.

Wenn das stimmt, was Lidl ausgerechnet hat, nämlich dass kanarische Familien bis zu 2.500 Euro im Jahr sparen können, wenn sie Basisprodukte des Warenkorbs bei Lidl kaufen, dann dürfte mit einem wahren Kundenansturm auf die Lidl-Märkte gerechnet werden.

Bis dahin müssen die Verbraucher allerdings weiter die Preise von Mercadona, Hipertrébol, Spar, Alcampo & Co. vergleichen, die allerdings in den letzten Monaten bei vielen Produkten Preissenkungen vorgenommen haben.

Gemäß dem Bericht des Observatorio de Precios del Comercio Minorista hat sich der Warenkorb in 56 spanischen Großstädten im zweiten Quartal 2009 um zwischen 1 und 7,5% verbilligt. In Santa Cruz de Tenerife kostete der Warenkorb im zweiten Quartal 2009 im Vergleich zum ersten Quartal 2,2% weniger, in Las Palmas de Gran Canaria 4,4% weniger. Trotzdem rangieren die Inseln spanienweit unter den Provinzen bzw. Städten mit dem teuersten Warenkorb.

Die großen Supermarktketten in Spanien haben ihre Preise im Schnitt um 3,2% gesenkt, am merklichsten Eroski Center (-6,6%), Caprabo (-4,9%), Alcampo (-4,3%), Supercor (-4,3%), Mercadona (-4%) und El Corte Inglés (-3,7%). Trotzdem rangiert der Supermarkt der berühmten spanischen Kaufhauskette weiterhin unter den teuersten Märkten. Als günstig werden auf den Kanaren vor allem Alcampo und Carrefour eingestuft.




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