Die Recycling-Industrie: Eine Branche, die boomt


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Ein Bericht der Kanarischen Sonderzone ZEC

Unternehmen, die sich mit Recyclingverfahren beschäftigen, rücken immer mehr in den Vordergrund der kanarischen Wirtschaft. Im Moment deutet alles auf die Konsolidierung eines Industrienetzes aus Unternehmen mit technologischem Hintergrund hin, die auf dem Gebiet der Erhaltung der Umwelt tätig sind.

In diesem Zusammenhang spielt die Kanarische Sonderzone (ZEC) eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, bei der Anziehung von Investitionen, Schaffung von Arbeitsplätzen und Gründung von Recycling-Unternehmen voranzukommen, bei denen die Fortschritte im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) immer mehr an Bedeutung gewinnen.

In den vergangenen Jahren haben sich die Unternehmen, die sich mit Wiederaufbereitungsverfahren beschäftigen, eine Nische in der kanarischen Wirtschaft geschaffen. Hier kommt die Tatsache zum Tragen, dass die Kanarischen Inseln über ein Wirtschafts- und Steuersystem (REF) verfügen, das zu den interessantesten Europas zählt, was die Ein-sparung von Steuern anbelangt: die sogenannte Kanarische Sonderzone (ZEC). Das Niedrigsteuergebiet bietet eine breite Palette an Steuerbefreiungen, die all jene Unternehmen in Anspruch nehmen können, die zur Diversifizierung der kanarischen Wirtschaft beitragen, deren wichtigste Wirtschaftszweige für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bisher der Tourismus und die Baubranche waren. Diese ausgeprägte Abhängigkeit verlangt von den verschiedenen Akteuren und mit der wirtschaftlichen Dynamisierung beschäftigten Einrichtungen die Projektion von neuen Marktnischen, darunter die Recyclingbranche, die bisher in nur sehr geringer Anzahl vertreten war, sich durch die ZEC aber im Wachstum befindet.

In diesem Zusammenhang also über ein Niedrigsteuergebiet zu verfügen, stellt einen zusätzlichen Wert dar, um Technologieunternehmen, die nur sehr gering auf den Kanaren vertreten sind, mit Steuer­ermäßigungen anzuziehen, wie sie nur ein Niedrigsteuergebiet wie die ZEC ermöglichen kann. Die bedeutende Anzahl von Unternehmen, die auf Recycling-Verfahren spezialisiert sind, kann nun mehr als ein Jahrzehnt lang, und zwar bis zum Jahr 2019, von den von der ZEC gebotenen Steuervorteilen Gebrauch machen.  

Entsprechend der Gesetzgebung der ZEC und Liste der zulässigen Geschäftstätigkeiten gibt es in der Recyclingbranche viele Aktivitäten, die im kanarischen Niedrigsteuergebiet gestattet sind und zur Inanspruchnahme der gebotenen Steuervorteile berechtigen, darunter die Behandlung, Verarbeitung, Wiederverwendung und Vermarktung von metallischen oder nichtmetallischen Reststoffen und festen Abfällen, und zwar der komplette Zyklus sowie Ökoberatungs- und Öko-Audit-Unternehmen und Bildungsmaßnahmen für Erwachsene, die mit diesem Wirtschaftsbereich zu tun haben. In Bezug auf die Projekte ist zu sagen, dass die Unternehmen auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft tätig sind und ihre Standorte sich auf die zu diesem Zweck eingerichteten Industriegebiete der verschiedenen Inseln verteilen.

Bei der Branche handelt es sich um einen der Schlüsselbereiche der Kanarischen Sonderzone (ZEC), wobei hervorzuheben ist, dass neunzehn Industrieunternehmen, die sich mit Recyclingverfahren beschäftigen und über ein Inves­titionsvolumen von insgesamt fast 95 Millionen Euro verfügen, verzeichnet sind. Hier ist darauf hinzuweisen, dass die ZEC-Unternehmen als Gegenleistung bestimmte Bedingungen in Bezug auf die zu tätigende Investition und zu schaffenden Arbeitsplätze zu erfüllen haben: eine Mindestinvestition von hunderttausend Euro und die Schaffung von fünf Arbeitsplätzen auf den Inseln mit Provinzhauptstadt (Teneriffa und Gran Canaria) und fünfzigtausend Euro und drei Arbeitsplätze für Unternehmen, die sich auf den anderen Inseln niederlassen möchten (La Palma, La Gomera, El Hierro, Lanzarote und Fuerteventura).

Der Beitrag der Kanarischen Sonderzone auf diesem Gebiet ist bedeutend, aber auch die Einbeziehung und Koordinierung der verschiedenen öffentlichen Einrichtungen ist bei der Entwicklung von Vorschriften und Verordnungen sowie der Ausstattung mit Infrastrukturen und Einrichtungen maßgebend. Dementsprechend hat die Regionalregierung den integrierten Plan zur Abfallbewirtschaftung der Kanarischen Inseln in die Wege geleitet, der einen geregelten Rahmen zur Durchführung der verschiedenen Maßnahmen bieten soll. Um auf diesem Gebiet vorankommen zu können, ist es unerlässlich, Informations- und Sensibilisierungskampagnen auf allen Ebenen durchzuführen, angefangen bei den Erzeugern und Vertreibern bis hin zu den Verbrauchern, um so innerhalb der ZEC die Konsolidierung eines Wirtschaftszweigs mit hervorragenden wirtschaftlichen Zukunftsaussichten für die Kanaren möglich zu machen.

Weitere Informationen: www.zec.org; deutsch2@zec.org




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