Die niedrigsten Löhne von ganz Spanien


Auf den Kanaren lag das durchschnittliche Nettogehalt Ende 2011 bei 1.653,90 Euro

Laut den neuesten Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) wurde Ende 2011 im Vergleich zu den anderen autonomen Regionen auf den Kanarischen Inseln am wenigsten Gehalt bezahlt.

So lag der durchschnittliche Nettolohn bei 1.653,90 Euro – 18% unter dem nationalen Durchschnitt von 2.020,13 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wurde immerhin ein Anstieg von 2,8% verzeichnet (national: 1,4%).

Am meisten wurde in der Industrie gezahlt (1.874,44 Euro), gefolgt vom Dienstleistungssektor (1.647,66 Euro) und dem Bau (1.537,66 Euro).

Auch die Bruttolöhne waren mit 2.233,63 Euro auf den Kanarischen Inseln am geringsten; der nationale Durchschnitt lag bei 2.683,86 Euro. Doch auch hier wurde ein Anstieg von 3,1% verzeichnet (national: 1,6%).

Obwohl die Löhne auf den Kanarischen Inseln am niedrigsten waren, war die durchschnittliche Anzahl der vereinbarten Arbeitsstunden am dritthöchsten (153,3 im Monat), die der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden sogar am zweithöchsten (131,7 im Monat).

Die Gewerkschaft CC.OO. Canarias führte in einer offiziellen Mitteilung den geringen Durchschnittslohn auf den hohen Anteil geringqualifizierter Stellen zurück. Die Arbeitnehmervertreter wiesen darauf hin, dass geringere Löhne die Kaufkraft und somit den Konsum schwächten.

Übrigens lagen fünf autonome Regionen Spaniens über dem landesweiten Durschnittslohn: das Baskenland mit 2.392,16 Euro, Madrid mit 2.304,42 Euro, Navarra mit 2.175,40 Euro, Katalonien mit 2.174,60 Euro und Asturien mit 2.032,29 Euro.




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