Die Landwirtschaft ist ausbaufähig


Im Gebiet von Icod el Alto in Los Realejos werden viele Äcker genutzt. Besonders Kartoffeln werden hier angebaut. Foto: Ayuntamiento de Los Realejos

Fast 70% der landwirtschaftlichen Fläche liegt brach

Kanarische Inseln – Über die Hälfte der Äcker und Felder auf Teneriffa ist ungenutzt. Betrachtet man die gesamte landwirtschaftliche Fläche des Archipels, steigt der Prozentsatz auf 70%. Dies ergab eine über mehrere Jahre durchgeführte Studie des kanarischen Landwirtschaftsressorts mit dem Thema „La Agricultura Canaria a Principios del Siglo XXI“ (Die kanarische Landwirtschaft Anfang des 21. Jahrhunderts), die jetzt in einem Buch veröffentlicht wurde. Die darin ausgewerteten Daten zeigen, dass sich seit 2001 ein Wandel in der Landwirtschaft auf den Inseln vollzogen hat. Während die mit Kartoffeln und Tomaten angebaute Fläche – u.a. negativ beeinflusst durch Schädlingsbefall – kleiner geworden ist, haben sich Avocado-Plantagen ausgebreitet, und auch die Anbaufläche der Bananen hat sich leicht vergrößert.

Auf Teneriffa liegt laut den Daten dieser Studie über die Hälfte des nutzbaren Agrarlandes brach. Der Großteil dieser ungenutzten landwirtschaftlichen Anbaufläche wurde schon vor Jahren aufgegeben, als die Landbevölkerung im Zuge des Tourismusbooms in den Servicebereich abwanderte.

Der Kartoffelanbau ist Anfang des Jahrhunderts in knapp sieben Jahren von 7.700 Hektar auf 500 Hektar zurückgegangen, und auch der Tomatenanbau ist von 1.300 Hektar in 2001 auf gerade mal 180 Hektar in 2008 geschrumpft.

Die größte Anbaufläche nehmen auf Teneriffa die kleineren Felder und Äcker ein, die vorwiegend für den heimischen Markt genutzt werden. Etwa 6.000 Hektar fallen in diesen Bereich. An zweiter Stelle steht der Weinbau mit 4.560 Hektar, auf denen Reben wachsen, gefolgt von den Bananen-Plantagen mit 4.054 Hektar (Stand 2008).

Dennoch liegen kanarenweit rund 90.000 Hektar potenzielles Ackerland brach.




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