CaixaBank kündigt Massenentlassungen an

José Ignacio Goirigolzarri, Präsident der CaixaBank Foto: EFE

José Ignacio Goirigolzarri, Präsident der CaixaBank Foto: EFE

1.534 Filialen und 18,7% des Personals sollen abgebaut werden

Kanarische Inseln/Madrid – Die CaixaBank befindet sich seit der Fusion mit Bankia im September 2020 in einer Phase der Neustrukturierung. Die Direktion des Geldhauses hat nun die Arbeitnehmervertreter seiner rund 51.380 Angestellten darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Bank ein Massenentlassungsverfahren (ERE) plant, bei dem 8.291 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Demnach sind 18,7% des Personals der beiden fusionierten Banken betroffen. Es handelt sich um die größte Massenentlassung, die je von einer spanischen Bank durchgeführt wurde. Im Zuge des Unternehmensumbaus sollen 1.534 Filialen geschlossen werden, das sind 27% des zurzeit bestehenden Filialnetzes.
Auf den Kanaren sind 312 Arbeitsplätze durch das ERE-Verfahren betroffen, 293 in der Provinz Las Palmas de Gran Canaria und 19 in der Provinz Santa Cruz de Tenerife.
Die Bank hat den Gewerkschaften vier Gruppen von Abfindungen, eingeteilt nach dem Lebensalter, vorgeschlagen. Für die über 63-Jährigen werden 20 Tagesgehälter pro Jahr Betriebszugehörigkeit, höchstens aber 12 Monatsgehälter angeboten, für die 58- bis 63-Jährigen mit mehr als 15 Jahren Betriebszugehörigkeit eine Entschädigung in Teilzahlungen, die 50% des Pensionsgehaltes minus Arbeitslosengeld entspricht, für die 55- bis 58-Jährigen mit über 15 Jahren Betriebszugehörigkeit 50% des Regelgehalts, maximal zwei Jahresgehälter und für alle anderen 25 Tagesgehälter pro gearbeitetem Jahr, maximal 18 Monatsgehälter.
Wie die Gewerkschaften mitteilten, rechtfertigt die Bank die Massenentlassungen mit einem Umsatzrückgang, einer nur langsamen Erholung des Kreditgeschäfts und den seit Jahren niedrigen Zinsen.

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