Bitcoin & Co bleibt eine Technik mit Zukunft


80% Kursabfall in 2018 – doch die Kryptotechnologie findet weiterhin immer neue Anwendungen

Madrid –  Trotz des Bitcoin-Schocks – die Kryptowährung verlor in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres nach einem  schwindelerregenden Preisanstieg Ende 2017 bis nahe an die 20.000-Dollar-Marke 80% ihres Wertes und brachte zahlreichen Finanzspekulanten hohe Verluste ein – ist die Blockchain-Technologie, die Bitcoin und ähnlichen Projekten zugrunde liegt, noch lange nicht am Ende. Immer mehr Videoplattformen und Soziale Netzwerke arbeiten an Vergütungssystemen für ihre Nutzer, die auf jeweils eigens für den jeweiligen Zweck geschaffenen Kryptowährungen basieren. Sogar Facebook springt jetzt auf diesen Zug auf und entwickelt eine eigene, auf der Blockchain-Technologie basierende Kryptowährung, um den Benutzern seines Instant-Messaging-Dienstes WhatsApp zu ermöglichen, sich gegenseitig Geld zu schicken.

Der heftige Einbruch des Bitcoin-Preises, der sich zurzeit um 4.000 Dollar bewegt, wurde durch verschiedene Faktoren befeuert. Viele Investoren flohen angesichts zunehmender Warnungen vor dem Platzen der „Bitcoin-Blase“ aus dieser Investition und trieben damit den Preiseinbruch voran. Zudem trug der Druck durch geplante gesetzliche Regulierungsmaßnahmen ebenfalls zum Wertverlust bei, weil sie die Sorge erweckten, dass der Besitz und der Umtausch von Bitcoin zunehmend mit Hemmnissen belegt werden könnte.

Auch die nach ihrer Verbreitung an zweiter Stelle stehende  Kryptowährung Ethereum hat seit ihrem Höchststand von 1.431 Dollar im Januar 2018 drastisch an Wert verloren, bis zu ihrem Tiefpunkt Anfang Dezember um 94%. Seitdem ist sie wieder etwas angestiegen auf 134 Dollar (Stand 07.01.2019).

Auch wenn man angesichts dieser Entwicklung zu dem Schluss kommen kann, dass Kryptowährungen als Geldanlage im klassischen Sinne nur bedingt geeignet sind, sind die Blockchain-Technologie und das Kryptogeld weit davon entfernt, wieder von der Weltbühne zu verschwinden. Ganz im Gegenteil erobern sie sich stetig neue Einsatzgebiete hinzu.




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