Banken und Einzelhandel trifft die „Google-Steuer“ nicht


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Internet-Riesen wie Amazon, Facebook, Google, Uber und Airbnb sollen mehr Steuern in Spanien zahlen

Madrid – Die Regierung ist dabei, das Gesetz über die Steuer auf „bestimmte digitale Dienstleistungen“ (Ley del impuesto sobre determinados servicios digitales), kurz „Google-Steuer“, auf den Weg zu bringen. Durch die neue Regelung, die auf eine Initiative der EU zurückgeht, sollen Internet-Giganten wie Facebook, Amazon und Google sowie Plattformen der neuen digital zusammenarbeitenden Wirtschaft, wie Uber oder Airbnb, dazu gebracht werden, in Spanien mehr Steuern zu zahlen.

Nach dem Gesetzentwurf, der sich stark an den Vorschlag aus Brüssel vom vergangenen März anlehnt, soll der traditionelle Handel von der „Google-Steuer“ ausgenommen werden, auch dann, wenn er eine hohe Präsenz auf digitalen Plattformen aufweist. Damit sind Unternehmen wie die Kaufhauskette El Corte Inglés, Inditex (Zara, Pull&Bear, etc.) und die Banken aus dem Schneider.

Vorgesehen ist ein Steuersatz von 3% auf Dienstleistungen im Bereich Online-Werbung, Online-Vermittlung und dem Verkauf von Nutzerdaten. Laut dem Entwurfstext werden digitale Dienstleistungen besteuert werden, bei denen der Beitrag der Internet-Nutzer von grundlegender Bedeutung für die Wertschöpfung ist bzw. durch die das Unternehmen den Beitrag der Nutzer zu Geld macht.

Die neue indirekte Steuer betrifft Unternehmen, deren weltweiter Umsatz über 750 Millionen Euro liegt und die in Spanien mindestens drei Millionen Euro umsetzen.





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