Autobranche profitiert vom Tourismus-Hoch

Die „Paisaje Lunar“ soll nicht betreten werden. Foto: wb

Die „Paisaje Lunar“ soll nicht betreten werden. Foto: wb

Die Autovermietungen verzeichnen steigende Gewinne, was sich wiederum positiv auf das Geschäft der Autohändler auswirkt

Kanarische Inseln – Die anhaltenden Rekordzahlen der Tourismus-Branche kommen auch den Rent-a-car-Firmen zugute. Der Sektor boomt und geht davon aus, das Jahr mit einem Plus von acht bis zehn Prozent abschließen zu können, wie Luis Durango, Geschäftsführer der Vereinigung von Autovermietungen der Kanaren (Apeca), bekannt gab.

Bereits im vorigen Jahr reihte sich ein Tourismus-Rekord an den anderen. Ob ausländische Urlauber, Passagiere, die am Urlaubsziel getätigten Ausgaben, … es gab kaum eine Variante, die nicht noch nie dagewesene Höchstwerte verzeichnete. Auch in den ersten acht Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der ausländischen Gäste erneut um 13% auf etwa 7,5 Millionen an, wie das Nationale Statistikinstitut erst jüngst mitteilte.

Was nicht nur die Hoteliers freut, sondern eben auch die Autovermietungen. „Wenn auch nicht in demselben Maße, weil nicht jeder Tourist ein Auto mietet,“ so Durango. Der Vertreter der Branche auf den Kanaren erklärte, etwa 30% der Urlauber würden ein Auto mieten. Auf La Palma seien es sogar 40%.

Neben dem ständigen Wachstum verzeichnet der Tourismus auch zunehmend eine Aufhebung der Saisonabhängigkeit. Die Nebensaison verschwindet nach und nach. Die Zahlen gleichen sich an. Die Kanaren sind mittlerweile das ganze Jahr über beliebt, auch im Sommer. Was wiederum den Rent-a-car-Unternehmen erlaubt, die Preise zu halten.

Die knapp 300 Autovermietungen auf den Kanaren, die eine Flotte von 650.000 Fahrzeugen halten, freut die Entwicklung.

Auch der Autohandel profitiert vom guten Geschäft der Vermietungen und somit auch vom Tourismus-Boom. So verzeichnete der regionale Dachverband der Autohändler der Kanaren (Fredica) in den ersten acht Monaten ein Plus von 14% bei den über 10.000 Fahrzeuganmeldungen für Autovermietungen. Rafael Pombriego, Präsident von Fredica, erklärte, zwar läge die Zahl unter dem nationalen Durchschnitt von 19% Zuwachs, doch im selben Zuge dankte er den Rent-a-car-Unternehmen, während der schlimmsten Krisenzeiten weiter Fahrzeuge gekauft und den Sektor somit „gerettet“ zu haben. „Wir sind der Krise dank den Vermietungen entkommen,“ so Pombriego wörtlich.




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