Apotheker atmen auf


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Regionalregierung will Millionenschulden begleichen

Guillermo Schwartz, Präsident der Apothekenkammer der Provinz Santa Cruz de Tenerife, wohnte der Sitzung des kanarischen Parlaments am 23. Oktober als Besucher bei und konnte es kaum fassen, als plötzlich José González Ortiz, Leiter der Ressorts Wirtschaft und Finanzen, den Apothekern eine Millionenzahlung bis Ende Oktober ankündigte.

Darüber hinaus versprach González Ortiz die Begleichung der angefallenen Schulden bis Anfang 2013.

Ein kurzer Rückblick: Ende August 2011, sprich vier Monate vor Jahresende, war der regionale Geldtopf für die Medikamentenkosten ausgeschöpft. Damals mussten die Apotheker Kredite aufnehmen, um ihre Kunden mit Arzneimitteln versorgen zu können. Da der diesjährige Etat nicht aufgestockt und stattdessen sogar zur Begleichung der Schulden des vergangenen Jahres herangezogen wurde, war schnell absehbar, dass auch 2012 die Mittel nicht ausreichen würden. Schon ab Frühjahr verspätete sich die Regionalregierung mit den monatlichen Zahlungen, sodass einige Apotheken im Sommer nicht mehr über die nötige Liquidität zum Medikamenteneinkauf verfügten (das Wochenblatt berichtete).

Nun kam die überraschende Wende. In der Parlamentssitzung am 23. Oktober erklärte José González Ortiz, die Regionalregierung werde bis Monatsende die Juni- und Juli-Rechnungen begleichen und 62 Millionen Euro überweisen. Bei Eintreffen der beantragten Hilfszahlung aus dem Rettungsfonds der Regionen (FLA, das Wochenblatt berichtete) sollen auch die Schulden von August und September ausgeglichen werden. Nach und nach will die Regionalregierung alle ausstehenden Rechnungen bezahlen und Anfang 2013 ein ausgeglichenes Konto haben.

Nach der Parlamentssitzung kommentierte ein hocherfreuter Guillermo Schwartz die Neuigkeit mit dem Satz: „Das ist eine großartige Nachricht.“




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