7,5 Milliarden des Kredits der Sozialversicherung


Arbeitsministerin Magdalena Valerio. Foto: EFE

Die Sonder- und Steuerzahlungen treiben die Kosten der Renten im Juli in die Höhe

Madrid – Im Juli werden außer den normalen Rentenzahlungen auch die Sonderzahlung für Juni und die Einkommenssteuer der Renten fällig. Insgesamt 19 Milliarden Euro muss die Regierung dafür aufwenden.

Die spanische Sozialversicherung (Seguridad Social) wird dafür auf das Darlehen zurückgreifen, das die Staatskasse ihr gewährt hat und 7,5 der 13,83 Milliarden Euro Kreditsumme einsetzen, um das Minus auszugleichen, das die doppelte Rentenzahlung, die immer im Juni und Dezember fällig wird, in die Sozialkasse reißt. Die Seguridad Social vermeidet es dadurch, erneut die sogenannte „Renten-Sparbüchse“ (Hucha de las Pensiones), wie die Rücklagen der Rentenkasse genannt werden, anzugreifen.

Das Arbeitsministerium wird in diesem Monat 9, 64 Milliarden Euro an Alters-, Witwen-, Waisen- und Invalidenrente auszahlen. Dies stellt ein neues historisches Maximum dar. Einen Anstieg um 7,04% in nur einem Jahr.

Seit die Regierung Rajoy im August vergangenen Jahres mit der PNV eine Rentenanpassung vereinbart hat, um den Staatshaushalt verabschieden zu können, sind die Renten gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr liegt bei fast 7%, gegenüber 3% im vergangenen Jahr.

Auch die Anzahl der Rentner ist gestiegen. Im Juni ist sie gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres um 1,24% auf 9,73 Millionen geklettert – ein weiterer Rekord. Auch die Zahl der Neuverrentungen ist im Steigen begriffen, um 1,89% gegenüber 2018. Die mittlere Rentenhöhe ist ebenfalls gestiegen und liegt bei 1.137,99 Euro, 5,01% mehr als noch vor einem Jahr. Der Durchschnittsbetrag bei den Sozialleistungen ist 990,87 Euro monatlich. Die niedrigsten werden dabei in Extremadura, Galicien und Andalusien gezahlt, die höchsten im Baskenland, Asturien, Madrid und Navarra.

Laut den Daten des Nationalen Statistikinstituts INE wird die spanische Bevölkerung immer älter. Das Durchschnittsalter ist mittlerweile 43,4 Jahre, 4,16 Jahre höher als noch 1999.

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