2009 mussten 5.000 Geschäfte schließen


Handelsverband Fedeco bemängelt kaum vorhandene staatliche Unterstützung

Die Wirtschaftslage kennt kein Pardon. Noch sind die offiziellen Zahlen nicht da, doch 2009 mussten auf den Kanaren 5.000 Geschäfte schließen. Das bedeutet den Verlust von rund 40.000 Arbeitsplätzen, so die Hochrechnungen von Teneriffas Handelsverband Fedeco.

Fedeco-Präsident Luis de Miguel Bartolomé äußert sich dementsprechend pessimis­tisch: „Der kanarische Handel ist praktisch von der Bildfläche verschwunden.“

Da staatliche Maßnahmen fehlen, unkt er, müssen die Unternehmer und Angestellten die Sache selbst in die Hand nehmen und Eigeninitiative entwickeln, um die Zukunft zu sichern.

„Seit Jahren schon fehlen staatliche Maßnahmen zuguns­ten des Handels und der Selbständigen, was sich jetzt in der Krise besonders gravierend niederschlägt.“

Der Fedeco-Präsident klagt über die ohnehin schon mangelhaften Finanzierungshilfen, die noch dazu höchst kompliziert zu erhalten sind, so dass die Aval-Politik der kanarischen Regierung als Misserfolg angesehen werden muss.

Angesichts dieser Lage hat Fedeco einen Unternehmensgründungsdienst ins Leben gerufen, der Geschäftsleute und Selbständige berät und auch juristische Beratung bietet.

Ein guter Winterschluss­verkauf würde helfen

Spanienweit mussten 2009 rund 40.000 Geschäfte schlie­ßen. 90.000 Angestellte haben ihren Arbeitsplatz verloren, so der Generalsekretär des spanischen Dachverbands der Handesunternehmen CEC, Miguel Ángel Fraile, der hofft, dass 2010 keine weiteren Arbeitsplätze verlorengehen.

Er zählt auf einen guten Winterschluss­verkauf und eine Erholung der Wirtschaftslage zum Sommer.

Der Winterschlussverkauf macht rund 20 Prozent des Jahresumsatzes in der Bekleidungsindustrie aus, der Sommerschlussverkauf rund 15 Prozent, weil dann preisgünstigere Ware im Angebot ist.




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