Moderner Skatepark in Santa Cruz eröffnet


Bürgermeister Bermúdez (4. v.l.): „Wir haben uns auf die Kenntnisse von Architekt und Skateboarder Daniel Yabar (rechts im Bild mit schwarzer Jacke, d. Red) verlassen, und das Ergebnis ist für die Nutzer sehr zufriedenstellend.“. Foto: ayuntamiento Santa Cruz

Die Planung übernahm der landesweit gefragte Architekt und Skater Daniel Yabar

Teneriffa – Skateboarder finden in Teneriffas Hauptstadt neuerdings eine moderne Anlage, die auch hohe Erwartungen erfüllt. Ende Januar wurde der Skatepark im Stadtpark La Granja von Bürgermeister José Manuel Bermúdez und der Stadtdezernentin für Sport, Verónica Meseguer, vorgestellt. Bei der offiziellen Einweihung war auch der Planer der modernen Anlage anwesend. Der Architekt und selbst leidenschaftlicher Skater, Daniel Yabar, hat schon zahlreiche Skateparks in Spanien entworfen. Skateparks in Sevilla, Oviedo, Bilbao, Ibiza und Vitoria tragen unter anderem seine Handschrift. Im Parque La Granja in Santa Cruz standen ihm für die Planung fast 2.400 Quadratmeter zur Verfügung, die er in zwei Bereiche geteilt hat: den „ramp Skatepark“ und den „street Skatepark“. Die verschiedenen Hindernisse, Geländer, Kanten und Rampen sind harmonisch in die Grünanlage eingebettet, und die bestehende Vegetation wurde erhalten.

Der Skatepark ist Teil der Aktion zum 40-jährigen Jubiläum des 64.000 qm großen Stadtparks. Um die vier Jahrzehnte von La Granja zu feiern, hat die Stadt auch die Jogging-Bahn erneuert, den Springbrunnen saniert, einen Bereich für den neuen Fitnesstrend Calisthenics (Workout mit dem eigenen Körpergewicht an verschiedenen Geräten) sowie zwei umzäunte Hundebereiche eingerichtet.

Unerfüllte Versprechen

Derweil wiederholte der Skaterverband von Las Palmas de Gran Canaria zum zigsten Mal seine Forderung nach angemessenen Einrichtungen. Mit jeder neuen Legislaturperiode wird das unerfüllte Versprechen der Stadtverwaltung, kaputte Anlagen zu reparieren bzw. neue zu schaffen, weitergereicht. Die Skater monieren, dass sie seit drei Jahren auf den Skatepark Las Rehoyas warten, ebenso auf die Erneuerung der Anlage Santa Catalina-El Refugio und die Ausstattung des Skateparks San Telmo mit Hindernissen.

Die 500 Mitglieder des Skateboardingverbands von Gran Canaria fühlen sich übergangen und sind enttäuscht. Über ein Dutzend Mal haben sich Verbandsmitglieder mit Vertretern der Stadtverwaltung getroffen, die sie immer wieder vertröstet haben. „Sie haben uns nur falsche Hoffnungen gemacht“, monierte ein Verbandssprecher.

Mit dem Bau des Skateparks Las Rehoyas hätte im Januar 2016 begonnen werden sollen. Der Verband selbst hatte sich darum bemüht und einen bekannten Skateparkplaner für das Projekt gewinnen können. Dieser erstellte ein Projekt für 700 Quadratmeter, das 90.000 Euro kosten sollte. „Wir haben uns eingebracht, und die Stadt hat uns hängen lassen“, bedauerte Verbandspräsident Ico Galván gegenüber der Zeitung Canarias7.




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