Der Regionalpräsident von Katalonien hat 120.000 Euro für Reisen ausgegeben


Quim Torra besuchte während seiner Reise nach Washington auch den demokratischen Kongressabgeordneten Raymond Garamendi und informierte ihn über die politische Lage in Katalonien. Foto: efe

Reiselust

Seit er im Mai vergangenen Jahres die Nachfolge des nach Brüssel geflüchteten Ex-Präsidenten Carles Puigdemont antrat, hat Quim Torra, der derzeitige Chef der katalanischen Regionalregung, neun offizielle Auslandsreisen unternommen, Kostenpunkt 120.000 Euro. Sein Vorgänger Puigdemont dagegen war im selben Zeitraum lediglich zweimal auf Auslandsreise und hatte Ausgaben von 9.000 Euro verursacht. Die Opposition hat diese Kosten für inakzeptabel erklärt und Aufklärung verlangt. Die Reisen nach Waterloo, dem derzeitigen Wohnsitz von Puigdemont, machen allein 25 % des Betrages aus, schlagen also mit 30.000 Euro zu Buche. Torra hat auch zwei weitere flüchtige Regierungsmitglieder – Clara Ponsatí in Schottland und Marta Rovira in der Schweiz – besucht. Die erste große Dienstreise, direkt nach seinem Amtsantritt, führte ihn jedoch nach Washington. Dort war Katalonien Ehrengast bei einem bekannten Folklorefestival. Dieses große Schaufenster der katalanischen Kultur wurde jedoch durch einen Zwischenfall überschattet. Nachdem der damalige Außenminister Moranés behauptet hatte, in Spanien gebe es keine politischen Häftlinge, verließ Torra mit seinen Begleitern unter Protest das Galadinner. Kostenpunkt der viertägigen Reise: 51.013 Euro.





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