Teide: Drei Meter kleiner als gedacht


Foto: WB

In zahlreichen Informationsschriften wird die Höhe des größten Berges Spaniens mit 3.718 Metern angegeben – tatsächlich sind es „nur“ 3.715

Teneriffa – In fast allen Quellen im Internet und auch in den touristischen Werbebroschüren wird die Höhe des Teide mit 3.718 Metern angegeben. Tatsächlich hat eine Messung des Nationalen Geografischen Instituts IGN schon im Jahr 1983 ergeben, dass der höchste Berg Spaniens in Wirklichkeit 3.715 Meter hoch ist. Eine Messung neueren Datums durch Grafcan, das geografische Institut der Kanarenregierung, aus dem Jahr 2011 hat diese Zahl bestätigt.

Die Frage, woher die überzähligen drei Meter kommen, die in fast allen Websites und Schriften zu finden sind, ist nicht eindeutig zu beantworten. Es gibt eine Karte des IGN, auf der die Höhe des Teide mit 3.718 Metern ausgewiesen ist, obwohl das Institut als offizielle Zahl die korrekten 3.715 Meter angibt. Wie die Zahl in die Karte gelangte, ist unklar.

Die korrekte Zahl aus dem Jahr 1983 wurde durch das IGN mittels einer trigonometrischen Präzisionsmessung ermittelt. Dafür wurde auf dem Gipfel des Teide eigens ein Pfeiler errichtet, der als Referenzpunkt für die Messung diente.  Die Messung aus dem Jahr 2011, welche den niedrigeren Wert bestätigte, wurde vorgenommen, indem zwei GPS-Geräte auf der Spitze und an einer Seite des Gipfels aufgestellt wurden.

Der Fehler in den veröffentlichten Daten über den Teide wird sich wegen der großen Verbreitung im Internet und in den Tourismus-Informationsschriften nicht vollständig korrigieren lassen. Für das praktische Leben hat die Abweichung jedoch ohnehin keine spürbaren Konsequenzen.

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