Lobos verkraftet doppelt so viele Besucher


Die kleinen Buchten mit türkisfarbenem Wasser sind die Hauptattraktion der Insel. Foto: wb

Aktuell ist die tägliche Besucherzahl auf 400 Personen beschränkt

Fuerteventura – Für die vor der Nordküste Fuerteventuras gelegene Insel Lobos gilt seit Januar ein tägliches Besucherlimit von 400 Personen. Einheimische und Touristen, die das Inselchen mit den Traumstränden besuchen wollen, müssen sich für einen Ausflug am Vormittag oder am Nachmittag entscheiden. Damit soll verhindert werden, dass die Natur dieses unter Schutz stehenden Naturparadieses unter Besuchermassen leidet.

Allerdings wurde durch ein Gutachten der Umweltkommission für Pläne und Programme des Cabildos von Fuerteventura bereits im Mai belegt, dass die kleine Insel mehr als das Doppelte an Besuchern pro Tag verkraftet, ohne Schaden zu nehmen. Laut diesem Gutachten könnte das Limit auf bis zu 869 Besucher pro Tag heraufgesetzt werden, was jedoch bislang nicht erfolgte. Die Opposition im Cabildo von Fuerteventura hatte unmittelbar vor der Sommerpause beantragt, die Änderung des Besucherlimits als dringlichen Punkt auf die Tagesordnung der letzten Plenarsitzung vor September zu setzen, was jedoch nicht erfolgte. Somit wird die Abstimmung über eine Erhöhung der Besucherkapazität erst nach dem Sommer stattfinden, was die Opposition zu Kritik veranlasste.

Die Einschränkung der Besucherzahl für Lobos war bereits vor zwölf Jahren im Zuge des Nutzungs- und Verwaltungsplans der Insel (Plan Rector de Uso y Gestion, PRUG) beschlossen worden, wurde jedoch erst in diesem Jahr umgesetzt.

Wer Lobos besuchen möchte, muss mindestens drei Tage im Voraus über die Website www.entrees.es die Genehmigung einholen. Der Besuch der Insel ist kostenlos.

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