Zwei rechtsextreme Gruppen gingen aufeinander los


Die Polizei nahm in Madrid 28 Personen fest

Die Polizei hat 28 junge Mitglieder der als rechtsextrem geltenden „Patriotischen Sozialistischen Bewegung“ festgenommen als sie die Veranstaltung der konkurrierenden Gruppe „Nationale Demokratie“ sprengen wollten, die in einem Madrider Hotel stattfand.

Madrid – Democracia Nacional, eben­falls in der rechtsextremen Szene angesiedelt, hatte im Hotel Velázquez ein Treffen organisiert, zu dem der britische Europa-Abgeordnete der BNP Nick Griffin und der Chef der italienischen Forza Nuova, Roberto Fiore eingeladen waren. Auch der Präsident von Democracia Nacional, Manuel Canduela war anwesend.

Um die Mittagszeit war eine Gruppe der Movimiento Patriótico Socialista angerückt, um die Versammlung zu sprengen. Zunächst verprügelten sie die Kontrolleure an den Türen und versuchten, sich Zugang zu verschaffen. Die Veranstalter hatten offenbar schon mit einem Überfall gerechnet und Polizeischutz angefordert. Einige Beamte der Einsatztruppe der Polizei befanden sich daher bereits im Hotel und konnten schnell eingreifen.

Vier Personen wurden bei der Schlägerei leicht verletzt, konnten nach ärztlicher Behandlung aber wieder entlassen werden.

„Es ging alles sehr schnell, das Handgemenge dauerte nur wenige Minuten“, erklärte später ein Augenzeuge. Man hörte laute Stimmen, doch als die Polizei eingriff, trat schnell wieder Ruhe ein. Wie ein Sprecher von Democracia Nacional erklärte, konnte die Veranstaltung bis zur Klausur reibungslos ablaufen, und von den prominenten Gästen habe niemand etwas von dem Zwischenfall bemerkt.

28 der meist jugendlichen Mitglieder der Movimiento Patriótico Nacional wurden festgenommen und zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gebracht.




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