Zwei Mädchen nach Impfung gegen Humane Papilloma-Viren erkrankt


Das Gesundheitsministerium nimmt vorsorglich 75.000 Impfstoff-Einheiten vom Markt

Das spanische Gesundheitsministerium hat Zehntausende Einheiten des Impfstoffs gegen Humane Papilloma-Viren vorsorglich vom Markt genommen, nachdem zwei Mädchen nach der Impfung erkrankt waren.

Madrid – Die beiden 14-Jährigen wurden kurz nachdem sie den Impfstoff erhielten, in das Hospital Clínico in Valencia eingewiesen, eine davon musste sogar auf die Intensivstation. Beiden hatte eine Einheit des Impfstoffs aus der Produktserie (LOT-Nr.) NH52 670 der Marke Gardasil erhalten. Alle 75.582 in Spanien vertriebenen Impfstoff-Einheiten wurden vorsorglich aus dem Verkehr gezogen.

Ein Familienangehöriger eines der beiden erkrankten Mädchen erklärte, sie habe bereits zehn Minuten nach der Impfung angefangen, sich schlecht zu fühlen. „Sie hatte Krämpfe und verlor das Bewusstsein.“ Vier Tage lag sie auf der Intensivstation, bis sie auf eine normale Station verlegt werden konnte. Wenige Tage darauf wurde die zweite mutmaßliche Impfgeschädigte in dasselbe Krankenhaus eingewiesen. Ihr Zustand wurde als „stabil angesichts der Schwere ihrer Erkrankung“ beschrieben.

Nach Auftreten des zweiten Falls reagierte die Regionalregierung. Sobald feststand, dass beide Mädchen mit einer Einheit aus derselben Produktserie geimpft worden waren, wurde das Gesundheitsministerium informiert.

Die Impfung gegen Humane Papilloma-Viren (HPV), ein Infekt, der für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sein soll, wird in drei Dosen verabreicht. Die beiden Krankheitsfälle traten nach Erhalt der zweiten Dosis auf. Im Oktober vergangenen Jahres hatten allein in der Region Valencia 18.000 junge Mädchen die erste Dosis des Impfstoffs erhalten.




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