Zum ersten Mal mehr Todesfälle als Geburten


Foto: Pixabay

Madrid – Seit Beginn der Aufzeichnungen vor 75 Jahren wurden im vergangenen Jahr zum ersten Mal mehr Todesfälle als Geburten registriert. Die Experten gehen davon aus, dass dieser Trend anhalten wird.

Seit 2008 ist die Zahl der Geburten um 19,4% zurückgegangen. Im vergangenen Jahr wurden in Spanien 419.109 Babys geboren, die niedrigste Zahl seit 2002 und 2% unter dem Vorjahr. Andererseits verstarben 422.276 Personen, 6,7% mehr als im Vorjahr. Somit ist der Saldo zum ersten Mal seit 1941 negativ.

Pau Miret, Forscher am Zentrum für Demografische Studien, prophezeit, dass die Todesfälle in Zukunft zunehmen werden. Die geburtenstarken Jahrgänge werden immer älter. Die meisten Todesfälle wird es zu verzeichnen geben, wenn die Generation des Baby-Booms in die Jahre kommt.

Um den Zuwachs an Todesfällen auszugleichen, müssten erheblich mehr Babys geboren werden – zwischen drei und fünf pro Frau. Doch die Geburtenrate lag im vergangenen Jahr bei lediglich 1,33. Dabei werden die Mütter immer älter. Das Durchschnittsalter der ersten Mutterschaft lag 1981 noch bei 28,2 Jahren, heute bei 31,9 Jahren.

Am Rande wurde auch bekannt, dass die Lebenserwartung im vergangenen Jahr leicht auf 82,7 Jahren zurückgegangen ist. Bei Männern beträgt sie 79,9 Jahre bei Frauen 85,4 Jahre.




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