Zeitunglesen ist sicher

Foto: Niek Verlaan auf Pixabay

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Die WHO hält die Möglichkeit einer Übertragung des Coronavirus über Zeitungspapier für „unendlich gering“

Kanarische Inseln/Madrid – Die WHO schätzt das Risiko einer Übertragung des Covid-19-Virus über Zeitungspapier als „unendlich gering” ein. Wenn mehrere Personen zu Hause oder auch im öffentlichen Raum eine Zeitung in die Hand nehmen und durchblättern, ist demzufolge nicht die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu befürchten. Der Verband der Informationsmedien AMI zitiert in einer Verlautbarung Aussagen der Weltgesundheitsorganisation und verschiedener führender Virologen und erklärt, dass bisher noch kein einziger Fall einer Übertragung des Covid-19-Virus durch Zeitungspapier oder dessen gemeinschaftlichen Gebrauch dokumentiert worden sei.
Erste wissenschaftliche Untersuchungen zur Übertragung des Virus hätten ergeben, dass poröse Oberflächen wie Papier für das Überdauern und die Übertragung des Covid-19-Virus keine guten Voraussetzungen bieten, heißt es in dem Kommuniqué des AMI weiter. Zeitungen seien außerdem wegen der Tinte und des Druckverfahrens sogar noch steriler als unbedrucktes Papier. Darüber hinaus würden die Verlage und die Logistikunternehmen zusätzlich Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Die WHO geht davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination von Handelswaren durch eine infizierte Person äußerst gering ist und dass die Möglichkeit, sich an einem Paket anzustecken, das zuvor transportiert wurde und demzufolge verschiedenen Umgebungsbedingungen und Temperaturen ausgesetzt war, ebensowenig wahrscheinlich ist.
In diesem Sinne sieht nicht nur die WHO das Ansteckungsrisiko, das von der gemeinschaftlichen Nutzung von Zeitungen ausgeht, als minimal an. Auch Untersuchungen, die an den deutschen Universitäten in Greifswald und Bochum durchgeführt wurden, kamen zu demselben Schluss, dass über Papieroberflächen praktisch keine Übertragung von Krankheitserregern möglich ist.

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