Wo bekommt man das Geld kostenlos?


Geldautomatengebühren in der EU

Seit dem 15. Januar 2011 müssen die Entgelte für Geldabhebungen an Fremdautomaten in Deutschland angezeigt werden. Damit sollen Verbraucher besser über eventuell anfallende Gebühren informiert werden.

Kiel – Doch wie sieht es in den anderen Ländern der EU aus? Fallen für Mitbürger anderer Länder ebenfalls Gebühren an, wenn Sie an Fremdautomaten Geld abheben?

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland in Kiel hat eine Übersicht erstellt, die veranschaulicht, welche und ob Gebühren anfallen, wenn Verbraucher aus anderen EU-Ländern in ihrem Heimatland Geld an Automaten abheben, die nicht zu ihrer Hausbank gehören.

Es stellte sich heraus, dass in Ländern wie Schweden, den Niederlanden, Island und Irland das Abheben an Fremdautomaten kostenlos ist. Teilweise ist dort lediglich der Betrag, der täglich an Fremdautomaten abgehoben werden darf, begrenzt.

Des Weiteren wurde festgestellt, dass es in der gesamten EU (sowie Island und Norwegen) keine gesetzliche Höchstgrenze der Beträge gibt. Vielmehr haben sich bestimmte Höchstgrenzen in einigen Ländern eingependelt, diese basieren jedoch weder auf einer freiwilligen noch gesetzlichen Regelung. Die Beträge reichen von geringen Cent-Beträgen bis zu 4,40 Euro. Damit liegt Deutschland, wo meist um die vier bis fünf Euro pro Fremdabhebung anfallen, im oberen Bereich der Gebührenskala.

Hohe Gebühren

„Dies bedeutet, dass die Deutschen im Vergleich zu anderen Europäern bei einem Aufenthalt im Ausland zum Teil hohe Gebühren zahlen müssen, je nachdem, bei welcher Bank der Verbraucher Kunde ist“, so Andrea Sack, Leiterin des Europäischen Verbraucherzentrums in Kiel. Einwohner der Länder, die an Fremdautomaten kostenlos abheben können, müssen hingegen bei Reisen ins Ausland keine Gebühren an den Automaten bezahlen, da nur die Gebühren erhoben werden dürfen, die auch im Inland anfallen.

Eine Übersicht über die Regelungen der EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen und Island finden Sie unter www.evz.de.




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