Wirtschaftsminister sieht Licht am Ende des Tunnels


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Bei der Arbeitslosigkeit soll sich eine Trendwende ankündigen

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur EFE erklärte ein positiv gestimmter Wirtschaftsminister Luis de Guindos dieser Tage, das Jahr werde mit einer geringeren Arbeitslosenquote abschließen als noch im April gegenüber der Europäischen Union innerhalb des Stabilitätspaktes angekündigt.

Madrid – Der Rückgang auf 26,2% im zweiten Jahresquartal sei nicht auf saisonale Gründe zurückzuführen, versicherte de Guindos, der fest daran glaubt, dass sich die positive Tendenz bis zum Jahresende festigen werde. Tatsächlich wurde im Stabilitätspakt noch von einer Arbeitslosenquote von 27,1% ausgegangen. Doch scheinbar ist die Talsohle erreicht, es könnte nur noch aufwärtsgehen, so stellte es jedenfalls der Wirtschaftsminister dar, der versicherte, es werde jetzt stetig bergauf gehen.

De Guindos könnte mit dieser Einschätzung auf internationalem Parkett jedoch ziemlich alleine dastehen. Institutionen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) glauben, für eine gefestigte Trendwende seien noch weitreichende Reformen notwendig. In dieser Hinsicht sieht der IWF eine weitere Verbilligung der Kündigungen und Senkung der Gehälter als unumgänglich an.

De Guindos hält dem entgegen, in Spanien seien die Löhne schon beträchtlich geschrumpft. und man habe auf diese Weise an Wettbewerbsfähigkeit dazugewonnen.

Ob die Beamtenlöhne im kommenden Jahr weiter eingefroren würden, ließ de Guindos offen. Die Renten nicht mehr an die Inflation sondern an die staatlichen Einkünfte zu koppeln – wie vom IWF gefordert – lehnte der Wirtschaftsminister jedoch strikt ab.




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