Weniger Verkehrstote im Sommer


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Selbst auf den Landstraßen ging die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zurück

Die Sommersaison, während der ein Großteil der Bevölkerung in Urlaub geht, ging Ende August praktisch zu Ende. Zwei Monate lang hatte die Verkehrsbehörde die alljährliche „Operation Sommer“ durchgeführt.

Madrid – Es wurden vermehrt Patrouillenfahrten und Kontrollen durchgeführt, um die seit vielen Jahren hohe Zahl der Verkehrstoten im Sommer so gering wie möglich zu halten. Mit Erfolg, wie Innenminister Jorge Fernández auf einer Pressekonferenz bekannt gab.

Demnach kamen im Juli und August 235 Menschen auf Spaniens Straßen ums Leben. Eine traurige Zahl, aber seit Beginn der Erfassung war sie noch nie so gering gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 10% weniger Verkehrstote in diese traurige Statistik aufgenommen. Der Anteil der tödlich Verunglückten, die keinen Sicherheitsgurt trugen, ging von 26% auf 16% zurück. „Die politische Strategie in Sachen Verkehrssicherheit trägt Früchte,“ erklärte Fernández, der jedoch auch aufzeigte, dass im Vergleich zum vergangenem Sommer die Zahl der Fahrten von 78,8 Millionen auf 76 Millionen (-3,5%) zurückgegangen ist.

Sorgen bereitet dem Innenminister jedoch, dass es sich bei 57% aller in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelten Fahrzeuge um solche handelte, die mehr als zehn Jahre alt waren. Insofern drängte Fernández auf die Verjüngung des spanischen Fuhrparks, der derzeit mehr als 31,2 Millionen Fahrzeuge umfasst und wegen der Krise und des Einbruchs beim Neuwagenhandel immer älter wird.

Auffallend ist der Rückgang der Verkehrstoten auf den Landstraßen, auf denen sich üblicherweise die meisten tödlichen Verkehrsunfälle ereignen. Dort kamen in diesem Sommer 175 Menschen ums Leben, 34 weniger als im Vorjahr.

Weiterhin hob Fernández hervor, dass die Zahl der bei einem Autounfall tödlich Verunglückten bedeutend ab-, die der bei einem Motorradunfall tödlich Verunglückten dagegen zugenommen hat.

Insgesamt bezeichnete Fernández den Rückgang der Verkehrstoten im Sommer als gute Nachricht, doch natürlich gebe es nichts zu feiern, denn „jedes einzelne Opfer ist ein wichtiger Grund, um an der Verbesserung der Verkehrssicherheit zu arbeiten“.

Tragischer Sommer

Abgesehen von der Verkehrssicherheit war dieser Sommer von Tragödien geprägt. Bei einem der schwersten Zugunglücke der spanischen Geschichte kamen 79 Menschen ums Leben, 80 Personen ertranken in Stauseen, Flüssen, Schwimmbädern oder dem Meer und fünf Babys wurde gewaltsam das Leben genommen.




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