Weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr


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Neuer Tiefststand

Madrid – Im ersten Halbjahr 2019 kamen 489 Menschen auf den spanischen Straßen ums Leben. Das Verkehrsamt DGT gab bekannt, es handele sich um einen neuen Tiefststand.

Laut der DGT ist es das zweite Mal, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres weniger als 500 Verkehrstote verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr, als im ersten Halbjahr 542 Menschen auf der Straße ums Leben kamen, ist die Zahl der tödlich Verunglückten um 9,7% gesunken.

Noch nie zuvor wurden im Juni so wenige Verkehrstote registriert wie in diesem Jahr, obwohl es üblicherweise im Sommer- und Urlaubsmonat Juni, in dem die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen stark zunimmt, zu besonders vielen Unfällen mit tödlichem Ausgang kommt. So gab es in diesem Juni 78 Verkehrstote – 36 weniger als im Juni 2018 und 45 weniger als im Juni 2017. Diese Zahlen sind weit entfernt von den hohen Zahlen des vergangenen Jahrhunderts, als beispielsweise im Juni 1989 mehr als 500 Menschen auf der Straße ums Leben kamen. In diesem ersten Halbjahr ging die Zahl der tödlichen Verkehrsunfallopfer im Vergleich zum Vorjahr in allen Monaten zurück, ausgenommen im März.

Nach Regionen weichen die Daten der Statistik erheblich voneinander ab. So kamen in Madrid in diesem Halbjahr 39 Personen im Verkehr ums Leben – 20% mehr als im Vorjahr, als in den ersten sechs Monaten des Jahres 18 Verkehrstote registriert worden waren. In Galicien nahm die Zahl der tödlich Verunglückten ebenfalls von 38 um 5% auf 44 zu. Auf der anderen Seite ging die Zahl der Verkehrstoten in Kastilien und León von 45 auf 28, in Kastilien-La Mancha von 37 auf 26 und in Valencia von 59 auf 37 erheblich zurück.

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Todesopfern ist von 486 im ersten Halbjahr 2018 um 8% auf 449 im ersten Halbjahr 2019 zurückgegangen.

Bislang wurden 2015 mit 1.131 tödlich Verunglückten die wenigsten Verkehrstoten innerhalb eines Jahres verzeichnet.

Maßnahmen zeigen erste Wirkung

DGT-Direktor Pere Navarro erklärte, „es könne zu einem Trendwechsel gekommen sein“, nachdem die Zahl der Verkehrstoten nach 2015 angewachsen war. Allerdings sei es noch verfrüht für eine verlässliche Aussage, denn üblicherweise würde die Zahl der tödlich Verunglückten im Juli und August steigen.

Navarro führt den Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten auch auf die Senkung der Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen und die Installation neuer Verkehrsradare zurück.

Zudem sei die Bevölkerung zunehmend für die Verkehrssicherheit sensibilisiert.

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