Weniger Kredite, mehr Zahlungsverzug


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Insbesondere Familien sind betroffen

Im März gab die Spanische Nationalbank (Banco de España) bekannt, dass im Januar bedeutend weniger Kredite von Banken und Sparkassen vergeben wurden als im Vorjahresmonat.

Madrid – Bei den Familien ist die Anzahl der Gelddarlehen um 43% und bei den Unternehmen um 16% gesunken. Demnach erhielten die Haushalte im Januar 4,9 Milliarden Euro an Neukrediten (63% weniger als im Dezember) und die Unternehmen 43 Milliarden Euro (30% weniger als im Dezember).

Laut der Spanischen Nationalbank ist der Zahlungsverzug angestiegen. Im Januar betrug dieser 6,06% und überstieg damit erstmalig seit Oktober 1995 die 6-Prozent-Marke. In Zahlen: Ende Januar summierten sich die unbezahlten Beträge auf 110 Milliarden Euro, fast 3,5 Milliarden Euro mehr als im Dezember und 14,2 Milliarden Euro mehr als im Vorjahresmonat.

Weniger Hypotheken

Laut dem Nationalen Statistikinstitut INE wurden auf den Kanaren im Januar 2.230 Hypotheken vergeben, 18,1% weniger als im Vorjahresmonat (spanienweit 49.665, -7,9%). Durchschnittlich betrug jede Hypothek 93.512 Euro und somit 9,4% weniger als ein Jahr zuvor (spanienweit 118.519 Euro, -5%). Auf 100.000 Einwohner kamen 212 Hypotheken (spanienweit 201).

Weniger Filialen

Auch gab die Spanische Nationalbank bekannt, dass Banken und Sparkassen im vergangenen Jahr mit 1.191 fast drei Prozent ihrer Zweigstellen geschlossen haben. Ende des Jahres gab es noch 42.894 Filialen im ganzen Land.




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